Mirabegron (Betmiga)

Urologika – Urologische Spasmolytika

Betmiga von der EMA bei überaktiver Blase zugelassen

Betmiga (Wirkstoff Mirabegron) ist vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) zur Anwendung bei Patienten mit überaktiver Blase genehmigt worden.

Behandlung durch Mirabegron bei bestimmten Symptomen

Mirabegron kann bei folgenden Symptome dieses Blasenleidens zur Anwendung kommen:

  • plötzlicher Harndrang,
  • erhöhter Harndrang und
  • Dranginkontinenz.

Anwendung und Wirkung

Betmiga ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und wird einmal täglich verabreicht.

Mirabegron

Strukturformel von Mirabegron

Der Wirkstoff Mirabegron ist ein Beta-3-Adrenozeptoragonist. Er aktiviert die Beta-3-Rezeptoren und bewirkt somit eine Entspannung der Muskeln der Harnblasen. Dieses scheint zu einer Kapazitätserhöhung der Blase und zu weniger nicht erwünschter Entleerungen zu führen.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen von Betmiga bzw. Mirabegron zählen:

    • Tachykardie,
    • Harnwegsinfektion,
    • Hypertonie,
    • Nasopharyngitis und
    • Kopfschmerzen

Schwerwiegende, seltene unerwünschte Wirkungen sind:

Vorhofflimmern (Herzrhythmusstörung).

Die vollständigen Nebenwirkungen von Betmiga können dem Beipackzettel entnommen werden.

Gegenanzeigen: Betmiga ist kontraindiziert bei Patienten, die allergisch auf
Mirabegron oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments reagieren.

© arznei-news.de – Quelle: Europäischen Zulassungsbehörde (EMA), Jan. 2013

Rote-Hand-Brief: Risiko eines Blutdruckanstiegs – neue Empfehlungen

07.09.2015 Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Astellas Pharma informieren in einem Rote-Hand-Brief, dass Betmiga „bei Patienten mit schwerer, nicht ausreichend eingestellter Hypertonie, definiert als systolischer Blutdruck ≥ 180 mmHg und/oder diastolischer Blutdruck ≥ 110 mmHg“ kontraindiziert ist.

Der Grund: Es wurde in Zusammenhang mit der Behandlung mit Mirabegron über schwerwiegende Fälle von Hypertonie und erhöhtem Blutdruck berichtet.

Deshalb ist vor der Behandlung mit diesem Medikament der Blutdruck zu messen und muss regelmäßig während der Behandlungsdauer überprüft werden – ganz besonders bei Patienten mit Bluthochdruck.
© arznei-news.de – Quelle: BfArM, Sept. 2015

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