Bortezomib bei lymphoblastischem T-Zell Lymphom wirksam

Klinische Phase-III-Studie mit Bortezomib bei neu diagnostizierter akuter lymphoblastischer T-Zell Leukämie und Lymphom

26.03.2022 Die Zugabe des Proteasom-Inhibitors Bortezomib zu einer Chemotherapie verbessert das Überleben von Kindern mit lymphoblastischem T-Zell Lymphom (T-LL). Dies geht aus einer im Journal of Clinical Oncology veröffentlichten Studie hervor.

Dr. David T. Teachey vom Children’s Hospital of Philadelphia und Kollegen teilten 824 Kinder und junge Erwachsene mit akuter lymphatischer T-Zell-Leukämie (T-ALL) und T-LL im Rahmen der klinischen Phase-3-Studie AALL1231 der Children’s Oncology Group nach dem Zufallsprinzip einer modifizierten augmentierten Berlin-Frankfurt-Münster-Chemotherapie (aBFM) mit bzw. ohne Bortezomib (Arm A bzw. B) zu. Um bei den meisten Patienten auf eine prophylaktische kraniale Bestrahlung (CRT) verzichten zu können, wurden Änderungen an dem in der Vorgängerstudie AALL0434 verwendeten aBFM-Backbone vorgenommen.

Die Forscher fanden heraus, dass das ereignisfreie Überleben (EFS) nach vier Jahren in den Studienarmen A und B bei 80,1 ± 2,3 bzw. 83,8 ± 2,1 Prozent und das OS bei 85,7 ± 2,0 bzw. 88,3 ± 1,8 Prozent lag. Bei den T-LL-Patienten wurde unter Bortezomib ein verbessertes EFS und OS beobachtet: Vier-Jahres-EFS: 76,5 ± 5,1 versus 86,4 ± 4,0 Prozent; Vier-Jahres-OS: 78,3 ± 4,9 gegenüber 89,5 ± 3,6 Prozent.

Unter Bortezomib wurde keine übermäßige Toxizität beobachtet.

Insgesamt erhielten 90,8 Prozent der T-ALL-Patienten in der AALL0434-Studie eine CRT, verglichen mit 9,5 Prozent der Patienten in der AALL1231-Studie, für die eine CRT vorgesehen war. Zwischen den Patienten der AALL0434-Studie, die eine CRT erhielten, und den Patienten der AALL1231-Studie, die keine CRT erhielten, wurden keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf EFS oder OS festgestellt.

„Die Daten zeigen, dass die meisten Patienten mit T-ALL keine kraniale Bestrahlung mehr benötigen, um zu genesen, und deuten darauf hin, dass Bortezomib als Teil des neuen Therapiestandards für neu diagnostizierte Patienten mit T-Zell-Lymphoblasten-Lymphom in Betracht gezogen werden sollte“, sagte Teachey in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: DOI: 10.1200/JCO.21.02678 Journal of Clinical Oncology





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