Unterstützen Sie bitte Arznei-News durch eine Spende (und lesen Sie werbefrei).

Brexucabtagen Autoleucel (Tecartus) bei Mantelzell-Lymphom

Tecartus® CAR-T-Zell-Therapie zeigt 78% vollständige Ansprechrate und 90% Gesamtansprechrate in der größten Real-World-Evidenzanalyse für rezidiviertes/refraktäres Mantelzell-Lymphom

Brexucabtagen Autoleucel (Tecartus) bei Mantelzell-Lymphom

12.06.2023 Kite, ein Unternehmen von Gilead, hat die Ergebnisse der bisher größten Real-World-Analyse zu Tecartus® (Brexucabtagen Autoleucel) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Mantelzell-Lymphom (R/R MCL) veröffentlich, wonach die Tecartus-Therapie konsistent hohe vollständige Ansprechraten (CR) und Gesamtansprechraten (ORR) aufwies, unabhängig von der Art der vorherigen Behandlung, einschließlich: Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi), Bendamustin oder autologe hämatopoetische Zelltransplantation (autoHCT).

Bei der Verabreichung von Tecartus als Zweit- und Drittlinientherapie wurde eine höhere Heilungschance beobachtet als bei späteren Therapielinien.

Die Daten wurden auf der Jahrestagung 2023 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt (Abstract #7507).

In diese Analyse wurden prospektive Daten von 380 Patienten berücksichtigt, die in der Beobachtungsdatenbank des Center for International Blood and Marrow Transplant Research (CIBMTR) registriert waren und Tecartus zur Behandlung von R/R MCL in 73 US-Behandlungszentren erhielten. Diese Daten aus der Praxis-Standardbehandlung wurden für die Post-Authorisation Safety Study (PASS) für Tecartus in den USA erhoben, deren Rekrutierung im Dezember 2022 abgeschlossen wurde. Die Patienten hatten im Median vier vorangegangene Therapielinien; vor der Infusion waren 87 % BTKi-exponiert, 56 % erhielten Bendamustin und 30 % erhielten eine Auto-HCT. Die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur Infusion (auch als vein-to-vein time bezeichnet) betrug 28 Tage, während der 46 % eine Überbrückungstherapie erhielten.

Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 12 Monaten lag die ORR bei 90 %, was mit den Ergebnissen der ZUMA-2-Studie vergleichbar war, und bei den Patienten, die Tecartus erhielten, wurde eine hohe CR (78 %) beobachtet. Darüber hinaus lagen die Raten für die Dauer des Ansprechens (DOR) (seit dem frühesten CR/teilweisen Ansprechen), das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) nach 12 Monaten bei 64%, 61% bzw. 74%. Die Inzidenz des Grad 3 oder höher Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS) und des Immuneffektorzell-assoziierten Neurotoxizitätssyndroms (ICANS) (basierend auf den Kriterien der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT)) lag bei 10% bzw. 28%.

In einer multivariaten Analyse von Patienten, die Tecartus in früheren Therapielinien erhalten hatten (1-2 vs. ≥ 3 vorherige Therapielinien), zeigten die Daten eine ORR von 94% und eine CR von 88%. Die multivariate Analyse bewertete die Ergebnisse in Abhängigkeit von der vorangegangenen Therapie; die Ergebnisse zeigen, dass die Real-World-Wirksamkeits- und Sicherheitsergebnisse von Tecartus bei Patienten mit R/R MCL unabhängig von der vorangegangenen Behandlung konsistent sind.

Bei BTKi-naiven Patienten sind die Wirksamkeits- (ORR 92%, CR 83%) und die Sicherheitsergebnisse im Vergleich zu Patienten, die zuvor mit BTKi behandelt wurden, konsistent.

Bei Patienten mit vorheriger Bendamustin-Behandlung blieb die Wirksamkeit konsistent, und die vorherige Bendamustin-Behandlung war mit einem verringerten Risiko eines Grades ≥3 des Immuneffektorzell-assoziierten Neurotoxizitätssyndroms (ICANS (Odds Ratio [OR] 0,50; 95 % Konfidenzintervall [CI]: 0,30-0,84) und einem erhöhten Risiko einer anhaltenden Thrombozytopenie (OR 1,98; 95 % CI: 1,11-3,53) verbunden. In der multivariaten Analyse war das PFS bei Patienten mit vorheriger Auto-HCT im Vergleich zu Patienten ohne vorherige Auto-HCT verbessert (Hazard Ratio [HR] 0,56; 95 % CI: 0,35-0,88).

© arznei-news.de – Quellenangabe: Gilead

Weitere Infos / News zu diesem Thema:





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

Welche Erfahrung haben Sie mit diesem Medikament gemacht, oder haben Sie eine Frage dazu?

Hat das Medikament geholfen (Dosierung, Dauer der Anwendung)? Was hat sich verbessert/verschlechtert? Welche Nebenwirkungen haben Sie bemerkt?

Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen. Vermeiden Sie unangemessene Sprache, Werbung, themenfremde Inhalte.