Sacituzumab Govitecan bei Brustkrebs

Studie verglich Sacituzumab Govitecan bei der Behandlung von dreifach-negativen Brustkrebs mit Chemotherapie

23.04.2021 Bei Patientinnen mit metastasiertem dreifach-negativen Brustkrebs ist die Behandlung mit Sacituzumab-Govitecan mit einem längeren progressionsfreien und Gesamtüberleben im Vergleich zu einer Chemo-Monotherapie verbunden laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Aditya Bardia vom Massachusetts General Hospital Cancer Center in Boston und Kollegen führten eine randomisierte Phase-3-Studie mit 468 Patientinnen mit rezidiviertem oder refraktärem metastasierten dreifach-negativen Brustkrebs ohne Hirnmetastasen durch, um Sacituzumab-Govitecan mit einer Chemo-Monotherapie nach Wahl des Arztes zu vergleichen (Eribulin, Vinorelbin, Capecitabin oder Gemcitabin; 235 bzw. 233 Patienten).

Überleben, Ansprechen

Die Forscher fanden heraus, dass das mediane progressionsfreie Überleben unter Sacituzumab Govitecan bzw. der Chemotherapie 5,6 bzw. 1,7 Monate betrug (Hazard Ratio für Krankheitsprogression oder Tod: 0,41).

Das mediane Gesamtüberleben betrug 12,1 bzw. 6,7 Monate unter Sacituzumab Govitecan bzw. Chemotherapie (Hazard Ratio für Tod: 0,48).

Die entsprechenden Prozentsätze der Patienten beim objektiven Ansprechen betrugen 35 bzw. 5 Prozent.

Sicherheit, Nebenwirkungen

Zu den wichtigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen vom Grad 3 oder höher gehörten Neutropenien bei 51 bzw. 33 Prozent der Patientinnen, die Sacituzumab Govitecan bzw. eine Chemotherapie erhielten; die entsprechenden Werte lagen bei 10 bzw. 5 Prozent für Leukopenie und 10 bzw. <1 Prozent für Diarrhöe.

In jeder Gruppe wurden drei Todesfälle aufgrund von unerwünschten Ereignissen berichtet; es wurden keine Todesfälle in Verbindung gebracht mit der Sacituzumab-Govitecan-Behandlung.

Der Nutzen von Sacituzumab Govitecan wurde in allen klinischen und vorspezifizierten Untergruppen beobachtet, einschließlich der Patientinnen, die zuvor mit Inhibitoren des programmierten Todes 1 oder des programmierten Todesliganden 1 behandelt wurden, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: N Engl J Med 2021; 384:1529-1541 DOI: 10.1056/NEJMoa2028485.





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