Buprenorphin bei Opioidabhängigkeit

Verringertes Risiko für eine Opioid-Überdosis bei Patienten, die Buprenorphin einnehmen

03.03.2021 Die meisten Menschen, die wegen einer Opioidabhängigkeit behandelt werden, erhalten Medikamente, wie z. B. Buprenorphin, die die Opioidrezeptoren aktivieren. Aber es besteht Uneinigkeit darüber, ob Buprenorphin für Menschen sicher ist, die auch Benzodiazepine einnehmen; potenziell süchtigmachende Medikamente, die gegen Stress, Schlaf und Angstzustände verschrieben werden.

Die Analyse medizinischer Daten von mehr als 23.000 Patienten, die wegen einer Opioidkonsumstörung behandelt werden, unterstützen den Einsatz von Buprenorphin bei Patienten, die auch Benzodiazepine einnehmen.

Forscher der Washington University School of Medicine in St. Louis fanden heraus, dass das Medikament Opioidkonsumenten vor einer Überdosierung schützen kann, auch wenn diese Patienten zusätzlich Benzodiazepine wie Valium, Xanax und Ativan einnehmen.

Die Studie wurde in The American Journal of Psychiatry veröffentlicht.

Jeder anonymisierte Patient, der in der Datenbank erfasst wurde, wies mindestens eine Überdosis auf, aber keiner erlitt eine tödliche Überdosis. Alle Personen wurden zwei Jahre lang verfolgt, um festzustellen, welche Rezepte sie einlösten und wie oft jeder mit einer medikamentenbedingten Vergiftung in der Notaufnahme behandelt wurde. Obwohl die Datenbank nur nicht-tödliche Überdosierungen erfasste, sagen die Forscher um Kevin Xu von der Washington University School of Medicine, dass diese Ereignisse die überwiegende Mehrheit der medikamentenbedingten Vergiftungen ausmachen.

Die Wissenschaftler entdeckten, dass Opioidnutzer, die auch Buprenorphin einnahmen, ein um 40 % geringeres Risiko für eine Überdosis aufwiesen als nicht mit Buprenorphin behandelte Personen. Bei Opioidkonsumenten mit Benzodiazepin-Verordnungen, die kein Buprenorphin einnahmen, war die Wahrscheinlichkeit einer Überdosis, die sie ins Krankenhaus brachte, fast doppelt so hoch.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Washington University School of Medicine.





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