Cariprazin (Reagila)

Psychopharmaka

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  • Behandlung von Schizophrenie: Cariprazin erreicht Phase III Ziel … zum Artikel
  • Einsatz gegen Negativsymptome (Schizophrenie) … zum Artikel
  • FDA genehmigt Vraylar für Schizophrenie, bipolare Störung … zum Artikel
  • 19.05.2017 Reagila: EU-Zulassungsempfehlung für die Behandlung von Schizophrenie … zum Artikel
  • 19.07.2017 Schizophrenie – Europäische Kommission lässt Gedeons Antipsychotikum zu … zum Artikel
  • 18.11.2017 FDA-Genehmigung für Erhaltungstherapie bei schizophrenen Patienten … zum Artikel
  • Dez. 2017 Positive Topline-Ergebnisse aus Phase-3-Studie zur Behandlung der bipolaren I Depression … zum Artikel

Wirkung, Indikation

Cariprazin (RGH-188, Reagila) ist ein antipsychotisches Medikament, das von Gedeon Richter entwickelt wurde. Es fungiert am D2 und D3 Rezeptor als partieller Agonist mit hoher Selektivität gegenüber dem D3-Rezeptor. Handelsname ist Vraylar (USA).

Positive Phase-III-Studien Ergebnisse wurden für Schizophrenie und Manie Anfang 2012 veröffentlicht, während Phase II Studien bei bipolarer Störung I und für die bipolare Depression im Gange sind. Die Wirkung auf das dopaminerge System macht es potentiell auch hilfreich als Zusatztherapie bei klinischer Depression.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen bei Cariprazin sind:
Akathisie, Schlaflosigkeit und Gewichtszunahme.

Cariprazin scheint keine Auswirkungen auf metabolische Variablen oder den Prolaktinspiegel zu haben und im Gegensatz zu vielen anderen Antipsychotika, nicht das Elektrokardiogramm (EKG) QT-Intervall zu erhöhen. In klinischen Studien wurden kurzfristig

  • extrapyramidale Effekte,
  • Sedierung,
  • Akathisie,
  • Übelkeit,
  • Schwindel,
  • Erbrechen,
  • Angst und
  • Verstopfung beobachtet.

Die Häufigkeit dieser Ereignisse soll nicht wesentlich häufiger als bei Patienten vorgefallen sein, die ein Placebo erhielten; bewegungsverbundene Störungen sollen dagegen relativ häufig vorgekommen sein.

FDA genehmigt Vraylar für Schizophrenie und bipolare Störung

18.09.2015 Die US Food and Drug Administration hat Vraylar (in der EU unter dem Namen Reagila) Kapseln zugelassen, um Schizophrenie und bipolare Störung bei Erwachsenen zu behandeln.

Wirksamkeit bei Schizophrenie und bipolarer Störung

Die Wirksamkeit von Vraylar bei der Behandlung von Schizophrenie-Patienten wurde bei 1.754 Teilnehmern in drei sechswöchigen klinischen Studien nachgewiesen. In jeder der Studien zeigte Vraylar, dass die Schizophreniesymptome im Vergleich zu Placebo stärker reduziert wurden.

Die Wirksamkeit von Vraylar bei der Behandlung der bipolaren Störung wurde in drei dreiwöchigen klinischen Studien mit 1.037 Teilnehmern gezeigt. Der Wirkstoff Cariprazin zeigte, dass es die Symptome einer bipolaren Störung in jeder der Studien verringerte.

Boxed Warning

Vraylar und alle anderen von der FDA zur Behandlung von Schizophrenie und Bipolare Störung zugelassenen Medikamente haben einen besonders hervorgehobenen Warnhinweis, der die Fachkräfte des Gesundheitswesens vor einer erhöhten Sterblichkeit beim Einsatz dieser Medikamente bei älteren Menschen mit Demenz-assoziierter Psychose warnt. Weder Cariprazin noch irgendein anderes Medikament dieser Klasse dürfen bei diesen Patienten eingesetzt werden.

Nebenwirkungen bei Schizophrenie und bipolarer Störung

Die häufigsten Nebenwirkungen, die von den mit Vraylar behandelten Teilnehmern in den klinischen Studien für Schizophrenie berichtet wurden, waren:

  • extrapyramidale Symptome wie Tremor, verwaschene Sprache, und
  • unwillkürliche Muskelbewegungen.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Studienteilnehmer mit bipolarer Störung waren:

  • extrapyramidale Symptome, Bewegungsdrang (Akathisie),
  • Verdauungsstörungen (Dyspepsie),
  • Erbrechen,
  • Benommenheit (Somnolenz) und
  • Unruhe.

© arznei-news.de – Quellenangabe: FDA; Sept. 2015



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