COVID-19: Antikoagulans Apixaban nicht effektiv

Klinische Studie HEAL-COVID: Blutverdünnendes Medikament zur Behandlung von schwerem COVID-19 ist nicht wirksam

COVID-19: Antikoagulans Apixaban nicht effektiv

28.11.2022 Ein Medikament, das zur Verringerung des Risikos für Blutgerinnseln eingesetzt wird, hilft Patienten mit mittelschwerer oder schwerer COVID-19-Erkrankung nicht bei der Genesung, obwohl dieser Ansatz den Patienten angeboten wird. Dies ergab eine britische Studie unter der Leitung des Addenbrooke’s Hospital und der Universität Cambridge.

Die HEAL-COVID-Studie (Helping to Alleviate the Longer-term consequences of COVID-19) wird vom National Institute for Health and Care Research (NIHR) und dem Cambridge NIHR Biomedical Research Center finanziert. Bisher haben mehr als tausend mit COVID hospitalisierte NHS-Patienten an HEAL-COVID teilgenommen. Diese Plattformstudie sucht nach Behandlungen, mit denen die Zahl der Patienten, die nach ihrem Krankenhausaufenthalt sterben oder wieder hospitalisiert werden, verringert werden kann.

Die ersten Ergebnisse von HEAL-COVID zeigen, dass die Verschreibung des oralen Gerinnungshemmers Apixaban nicht verhindert, dass COVID-Patienten im folgenden Jahr sterben oder wieder hospitalisiert werden (Apixaban 29,1 % im Vergleich zur Standardbehandlung 30,8 %).

Eine Therapie mit dem Gerinnungshemmer zeigte nicht nur keinen Nutzen, sondern auch bekannte schwerwiegende Nebenwirkungen. Diese traten bei den Studienteilnehmern auf, und bei einer kleinen Zahl der 402 mit Apixaban behandelten Teilnehmer traten schwere Blutungen auf, die einen Abbruch der Behandlung erforderlich machten.

Auch in Bezug auf die Anzahl der Tage, die die Patienten am Tag 60 nach der Randomisierung noch lebten und das Krankenhaus verlassen konnten, war Apixaban nicht von Nutzen (Apixaban 59 Tage gegenüber der Standardbehandlung 59 Tage).

Im Anschluss an diese Ergebnisse wird die Studie fortgesetzt, um ein anderes Medikament namens Atorvastatin zu testen, einen weit verbreiteten Lipidsenker („Statin“), der auf andere Krankheitsmechanismen einwirkt, von denen man annimmt, dass sie bei COVID wichtig sind.

Studienautorin Charlotte Summers sagt: „Diese ersten Ergebnisse von HEAL-COVID zeigen uns, dass das blutverdünnende Medikament Apixaban, von dem man gemeinhin annimmt, dass es eine nützliche Intervention in der Phase nach dem Krankenhausaufenthalt darstellt, tatsächlich unwirksam bei der Reduktion des Risikos für Tod und Hospitalisierung bei COVID-Patienten ist. Diese Erkenntnis ist wichtig, denn dadurch kann verhindert werden, dass Menschen unnötig leiden, ohne dass sie davon profitieren. Sie bedeutet auch, dass wir weiter nach Therapien suchen müssen, die die längerfristige Genesung bei dieser schweren Krankheit verbessern.“

© arznei-news.de – Quellenangabe: Universität Cambridge

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