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COVID-19: Ist Paxlovid sicher für Schwangere?

Analyse der klinischen Ergebnisse von schwangeren Patientinnen, die bei akuter SARS-CoV-2-Infektion mit Nirmatrelvir / Ritonavir behandelt wurden

COVID-19: Ist Paxlovid sicher für Schwangere?

10.12.2022 Schwangere Frauen, die Nirmatrelvir und Ritonavir (Paxlovid) zur Behandlung von COVID-19 erhalten, vertrugen die Kombination gut laut einer online in JAMA Network Open veröffentlichten Studie.

Dr. William M. Garneau von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore und Kollegen bewerteten die klinischen Ergebnisse im Zusammenhang mit Nirmatrelvir und Ritonavir zur Behandlung von Infektionen mit dem schweren akuten respiratorischen Syndrom Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) bei schwangeren Patientinnen. Die Analyse umfasste 47 schwangere Patientinnen.

  • Die Forscher stellten fest, dass die Medikation im Durchschnitt einen Tag nach Auftreten der Symptome eingeleitet wurde und nur zwei Patientinnen (4,3 Prozent) die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen nicht zu Ende führten.
  • Fast zwei Drittel der behandelten Patientinnen (63,8 Prozent) hatten neben der Schwangerschaft eine andere Erkrankung, die ein Risikofaktor für die Entwicklung einer schweren COVID-19 sein könnte.
  • Die Hälfte der Patientinnen (53,2 Prozent) entband nach der Behandlung mit Nirmatrelvir und Ritonavir, davon 12 (48 Prozent) per Kaiserschnitt, von denen neun geplant waren.
  • Zwei von 47 Patientinnen (4,3 Prozent) wurden wegen bereits bestehender Komorbiditäten ins Krankenhaus aufgenommen.

„Das Fehlen eines Anstiegs schwerwiegender unerwünschter Wirkungen bei schwangeren Patientinnen oder Nachkommen deutet darauf hin, dass Kliniker diese Medikamentenkombination zur Behandlung schwangerer Patientinnen mit SARS-CoV-2-Infektion einsetzen können“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Netw Open. 2022;5(11):e2244141. doi:10.1001/jamanetworkopen.2022.44141

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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.



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