Dopaminagonisten beim Restless-Legs-Syndrom

Zahlreiche klinische Studien wurden durchgeführt, um den Einsatz von Dopaminagonisten bei der Behandlung des Restless-Legs-Syndrom (RLS) zu beurteilen. RLS ist durch den starken Bewegungsdrang gekennzeichnet und eine dopaminabhängige Erkrankung. Die RLS-Symptome nehmen mit dem Gebrauch von Medikamenten ab, die die Dopaminrezeptoren stimulieren und den Dopaminspiegel erhöhen, wie z.B. Dopaminagonisten.

Restless-Legs-Syndrom: Dopaminagonisten verbunden mit höherem Risiko für psychiatrische Symptome

17.10.2019 Patienten mit primärem Restless-Legs-Syndrom, die mit einer Dopaminagonist-Therapie beginnen, können ein erhöhtes Risiko für unerwünschte psychiatrische Symptome aufweisen laut einer im Journal of Clinical Sleep Medicine veröffentlichten Studie.

Restless-Legs-Syndrom

RLS ist durch den starken Bewegungsdrang gekennzeichnet und eine dopaminabhängige Erkrankung. Die RLS-Symptome nehmen mit dem Gebrauch von Medikamenten ab, die die Dopaminrezeptoren stimulieren und den Dopaminspiegel erhöhen, wie z.B. Dopaminagonisten.

Die Studie

Cheryl Hankin von BioMedEcon in Moss Beach, Kalifornien, und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Beginn einer Behandlung mit Dopamin-Agonisten und danach neu auftretenden psychiatrischen Nebenwirkungen bei neu diagnostizierten Patienten mit Restless-Legs-Syndrom (889 mit und ohne und Dopaminagonisten behandelte aufeinander abgestimmte Paare), die keine psychiatrischen Störungen zuvor zeigten oder Dopaminagonisten eingenommen hatten. Bei den Patienten waren Daten aus zwei oder mehr Jahre vor ihrer ersten Restless-Legs-Syndrom-Diagnose ausgewertet worden.

Psychiatrische Nebenwirkungen

Die Forscher fanden heraus, dass mit Dopaminagonisten behandelte Patienten im Vergleich zu ihren Pendants fast doppelt so häufig psychiatrische Nebenwirkungen aufwiesen (Quotenverhältnis 1,71). Mit Dopaminagonisten behandelte Patienten entwickelten auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit schwere (Odds Ratio 1,68), mittelschwere (Odds Ratio 1,63) oder leichte (Odds Ratio 1,72) psychiatrische Nebenwirkungen.

Es kann für Gesundheitsdienstleister ratsam sein, eine Reihe von psychiatrischen Nebenwirkungen bei Patienten mit Restless-Legs-Syndrom zu prüfen, die Dopaminagonisten erhalten, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of Clinical Sleep Medicine – https://dx.doi.org/10.5664/jcsm.7908



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