Dostarlimab

Endometriumkarzinom: GARNET-Studie zeigt robuste Aktivität von Dostarlimab bei Patientinnen mit fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Krebs der Gebärmutterschleimhaut

20.03.2019 TESARO, ein auf die Onkologie ausgerichtetes Unternehmen, das von GlaxoSmithKline übernommen wurde, gab die Präsentation von Daten aus der GARNET-Studie der Phase 1/2 zur Evaluierung von Dostarlimab bei Frauen mit rezidivierendem oder fortgeschrittenem Endometriumkrebs (auch Uterus- oder Korpuskarzinom genannt) bekannt, der unter oder nach einer platinbasierten Behandlung weiterwuchs.

Diese Daten wurden auf der Jahrestagung 2019 der Society for Gynecologic Oncology (SGO) on Women’s Cancer in Honolulu, Hawaii, vorgestellt.

Wirkstoff

Dostarlimab ist ein humanisierter, anti-programmed death Antikörper (PD)-1, der sich mit hoher Affinität an den PD-1-Rezeptor bindet und effektiv dessen Interaktion mit den Liganden PD-L1 und PD-L2 blockiert.

Studie GARNET

Insgesamt wurden 125 Patientinnen untersucht, darunter 41 MSI-H (microsatellite instability high 33%) und 79 MSS (microsatellite stability 63%) Patientinnen sowie 5 mit einem unbekannten MSI-Status (4%). Dostarlimab wurde bei 500 mg einmal alle 3 Wochen für 4 Dosen, gefolgt von 1000 mg einmal alle 6 Wochen bis zum Fortschreiten der Krankheit dosiert.

Die vorläufigen Ergebnisse zeigen laut GSK klinisch aussagekräftige und dauerhafte Ansprechraten von Dostarlimab (Anti-PD-1-Antikörper, ehemals TSR-042) in dieser Patientenpopulation, unabhängig von der Instabilität der Mikrosatelliten. Darüber hinaus deuten die Sicherheitsergebnisse darauf hin, dass Dostarlimab mit einem Sicherheitsprofil, das den Erwartungen an die Anti-PD-1-Therapie entspricht, gut verträglich ist.

Weitere Daten aus der GARNET-Studie werden anhand der RECIST 1.1-Kriterien analysiert, um die Einreichung der Zulassung für Dostarlimab bei Endometriumkarzinom Ende 2019 zu unterstützen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: GlaxoSmithKline

Dostarlimab zur Behandlung von Frauen mit rezidivierendem oder fortgeschrittenem Endometriumkarzinom

27.04.2020 GlaxoSmithKline hat Daten aus einer aktualisierten Analyse der GARNET-Studie bekanntgegeben, wonach Dostarlimab klinisch bedeutsame Ergebnisse bei Frauen mit rezidivierendem oder fortgeschrittenem Mismatch-Reparatur-defizienten (dMMR) Endometriumkarzinom (Krebs der Gebärmutterschleimhaut) lieferte, deren Krebs unter oder nach einer platinbasierten Therapie voranschritt.

Diese aktualisierte Analyse schloss Patientinnen mit dMMR-Endometriumkarzinom ein, die zu Beginn und nach ≥6 Monaten der Nachbeobachtung bis zum Daten-Cutoff (n=71) messbar erkrankt waren.

Dosierung

Die Patientinnen erhielten 500 mg Dostarlimab einmal alle drei Wochen in vier Dosierungen, gefolgt von 1.000 mg einmal alle sechs Wochen bis zum Fortschreiten der Erkrankung.

Die primären Endpunkte waren die bestätigte objektive Ansprechrate (ORR) und die Dauer des Ansprechens (DoR), die im Vergleich zu RECIST v 1.1 durch eine verblindete unabhängige zentrale Überprüfung bewertet wurden. GARNET ist der größte Datensatz zur Bewertung eines Anti-PD-1 bei Endometriumkarzinom.

Wirksamkeit; Ansprechen

Die Behandlung mit Dostarlimab ergab eine ORR von 42% (95% KI; 31-55) und eine Krankheitskontrollrate von 58% (95% KI; 45-69).

Insgesamt zeigten 13% der Patientinnen ein vollständiges Ansprechen und 30% der Patientinnen ein teilweises Ansprechen.

Zum Zeitpunkt des Daten-Cutoffs mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 11,2 Monaten war der Median der DOR noch nicht erreicht (1,87+ bis 19,61+ Monate).

Sicherheit; Nebenwirkungen

Für die Auswertung der Sicherheit wurden alle Patientinnen mit dMMR-Endometriumkarzinom berücksichtigt, die mindestens eine Dosis Dostarlimab (n=104) erhielten.

Die Ergebnisse zeigen, dass Dostarlimab gut vertragen wurde, mit einer niedrigen Abbruchrate (2%) aufgrund behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse (TRAE), was mit dem Sicherheitsprofil anderer Anti-PD-1-Therapien konform geht.

Die am häufigsten berichteten TRAE waren Asthenie (15%), Diarrhoe (15%), Erschöpfung (14%) und Übelkeit (13%). In der Studie wurden keine Todesfälle im Zusammenhang mit Dostarlimab gemeldet.
© arznei-news.de – Quellenangabe: GSK.



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