Durvalumab (Imfinzi) bei Mesotheliom

Durvalumab zusätzlich zur Standard-Chemotherapie verbesserte das Gesamtüberleben bei Patienten mit Pleuramesotheliom

21.05.2020 PrECOG berichtet über klinische Wirksamkeit und Biomarker-Analysen aus ihrer einarmigen Phase-Zwei-Studie PrE0505 zur Erstbehandlung von Patienten mit malignem Pleuramesotheliom.

Die Studie untersuchte die Verabreichung von Durvalumab (Handelsname Imfinzi), einem Immunkontrollpunkt-Antikörper gegen PD-L1, zusätzlich zur Chemotherapie bestehend aus Pemetrexed und Cisplatin (Pem-Cis), dem einzigen von der FDA zugelassenen Behandlungsschema, bei 55 Patienten aller histologischen Subtypen.

Wirksamkeit; Überlebenszeit

Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt mit einer medianen Gesamtüberlebenszeit (OS) von 20,4 Monaten (einseitig P=0,0014) im Vergleich zur historischen Kontrolle (Vogelzang et al. J Clin Oncol 2003) von 12,1 Monaten. Die OS-Raten nach 12 und 24 Monaten lagen bei 70,4% bzw. 44,2%. Die Kombination war gut verträglich und wies keine unerwarteten Toxizitäten auf, schreibt PrECOG.

Die PrE0505-Studie mit 15 klinischen Zentren in den USA nahm zwischen Juni 2017 und Juni 2018 innerhalb von 13 Monaten 55 Patienten in die Studie auf.

Dosierung

Die teilnahmeberechtigten Patienten erhielten bis zu sechs Zyklen lang alle drei Wochen die Kombination Pemetrexed (500 mg/m2) und Cisplatin (75 mg/m2) mit Durvalumab (1120 mg). Eine Substitution von Cisplatin durch Carboplatin (AUC 5) war erlaubt, wenn während der Erstbehandlung eine Toxizität auftrat.

Nach bis zu sechs Zyklen gleichzeitiger Chemotherapie mit Durvalumab konnten Patienten, die ein partielles Ansprechen oder eine stabile Erkrankung auf Durvalumab aufwiesen, bis zum Fortschreiten der Erkrankung weiter mit Durvalumab behandelt werden. Die maximale Dauer der Durvalumab-Behandlung betrug 12 Monate ab Beginn der Therapie.

PFS und Ansprechen

Die sekundären Endpunkte in der PrE0505-Studie waren Sicherheit und Verträglichkeit, PFS und objektive Ansprechrate. Die PFS lag nach sechs Monaten bei 69,1%.

Das beste Ansprechen auf die Behandlung wurde anhand der RECIST-Kriterien gemessen und umfasste 31 Patienten (56,4 %) mit partiellem Ansprechen, 22 (40 %) mit stabiler Erkrankung und einen (1,8 %) mit Progression während des Auswertungszeitraums. Bei einem Patienten war das Ansprechen nicht auswertbar.

Sicherheit und Toxizität

Alle Patienten wurden auf Sicherheit evaluiert, und es traten keine unerwarteten Toxizitäten auf.

Unerwünschte Ereignisse, die von den Forschern im Zusammenhang mit Durvalumab berichtet wurden, waren im Allgemeinen von geringem Schweregrad (Grad 1 und 2).

Bei der Analyse der exploratorischen Ziele sahen die Forscher keine statistisch signifikanten Zusammenhänge zwischen der Expression von PD-L1 der Tumorprobe oder der Tumor-Mutationsbelastung und der Progression oder dem Überleben.

Sie beobachteten in einigen ausgewählten Fällen neoantigenspezifisches T-Zell-Ansprechen. Die analytischen Auswertungen der Studie dauern noch an.
© arznei-news.de – Quellenangabe: PrECOG.



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