Intravenöse Eisen-Präparate – Rote-Hand-Brief Überempfindlichkeitsreaktionen

Eisenmangel – Eiseninfusionen

Die Zulassungsinhaber und Vertreiber von Eisen-Präparaten zur i. v. Applikation in Deutschland haben einen Rote-Hand-Brief herausgegeben, in dem sie vor schweren Überempfindlichkeitsreaktionen warnen.

Intravenöse Eisen-Präparate - Rote-Hand-Brief ÜberempfindlichkeitsreaktionenIntravenöse (i.v.) Eisen-Präparate werden bei der Behandlung von Eisenmangelzuständen eingesetzt, wenn oral applizierte Eisenpräparate nicht eingesetzt werden können oder unwirksam sind.

Jedoch können alle intravenösen Eisenpräparate schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit tödlichem Ausgang verursachen. Die Präparate sind deshalb kontraindiziert bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Die Patienten sollen während und nach der intravenösen Gabe der Eisen-Präparate auf Überempfindlichkeitsreaktionen überwacht werden.

Eisen-Präparate zur i. v. Applikation sollten nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, es ist zwingend erforderlich. Die Behandlung sollte auf das zweite und dritte Trimenon begrenzt werden, sofern der Nutzen der Therapie eindeutig die potentiellen Risiken für die Mutter und den Fötus überwiegt. Die Risiken für den Fötus können schwerwiegend sein, einschließlich einer fötalen Sauerstoffunterversorgung bis zur Anoxie.

Die Patienten sollen über die Risiken der intravenösen Eisen-Präparate informiert werden.

© arznei-news.de – Quelle: Fresenius Medical Care Nephrologica Deutschland GmbH, Medice Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Pharmacosmos A/S, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Vifor Pharma Deutschland GmbH; Okt. 2013



Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu “Intravenöse Eisen-Präparate – Rote-Hand-Brief Überempfindlichkeitsreaktionen

  1. Super gemacht, seit Jahren habe ich Eiseninfusionen bekommen und jetzt weigert sich mein Arzt mir welche zu geben. Meine Anämie bleibt somit unbehandelt, da ich Eisen oral nicht vertrage. Soll das jetzt besser sein? Anämie führt zu schweren anderen Erkrankungen, bis hin zum Krebs, als ob das ein anderer Tod wäre. Jedes Medikament hat Nebenwirkungen an die man sterben kann. Vor der BRD wurde die Auslese humaner geregelt, jetzt wird erst noch Kasse gemacht.

    • Tja, bei mir war es umgekehrt. Es wurde eine erhebliche Eisenmenge intravenös verabreicht, ohne dass ich über Risiken aufgeklärt wurde und ohne nachträglich begründbare Indikation. Ergebnis: Kaputte Leber, Hyperferritinämie seit 5 Jahren, Stoffwechselschäden, Entzündungen. Ich finde daher die Warnung nicht nur gut und wichtig, sondern sogar noch zu kurz gefasst. Zumal sie in keinster Weise dagegen spricht, bei tatsächlichem Eisenmangel und oraler Unverträglichkeit (nach entsprechender Patientenaufklärung) zu behandeln.

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