EMA startet Risikobewertung zu flupirtinhaltigen Medikamenten

Schmerzmittel

Flupirtinhaltige Medikamente werden auf Antrag des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte von der European Medicines Agency einer Risikobewertung unterzogen.

Schmerzmittel Flupirtin

Flupirtin ist ein zentral wirkendes, nicht-opioides Analgetikum, das in Deutschland nicht ohne Verschreibung erhältlich ist. Es kommt zum Einsatz bei akuten und chronischen Schmerzen.

Leberfunktionsstörungen

Flupirtin

Strukturformel Flupirtin

Das BfArM berichtet, dass knapp 1.000 Meldungen aus Deutschland eingegangen sind, die über Nebenwirkungen zu Flupirtin berichten. Ca. 1/3 der Meldungen berichten über Leber- oder Gallenwegserkrankungen (mit 49 Fällen des Versagens der Leber; 12 Todesfälle und drei notwendig gewordene Lebertransplantationen).

Weiterhin sieht das Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte die Wirksamkeit von Flupirtin bei chronischem Schmerz als nicht ausreichend unterlegt an.

Das BfArM weist darauf hin, dass Kontraindikationen und Warnhinweise von Ärzten und Patienten beachtet werden sollen. Die Patienten sollen unbedingt auch hinsichtlich der Leberfunktionen und möglichen Leberschäden regelmäßig untersucht werden.

Bei Symptomen einer Leberstörung sollte die Behandlung mit Flupirtin bzw. anderen Medikamenten, die diesen Wirkstoff enthalten, sofort eingestellt werden.

Flupirtinhaltige Medikamente:

Handelsnamen von flupirtinhaltigen Medikamenten sind:

  • Katadolon S long,
  • Katadolon,
  • Trancolong,
  • Trancopal Dolo.

© arznei-news.de – Quelle: BfArM, März 2013



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