Enfortumab

Lokal fortgeschrittenes oder metastasierendes Urothelkarzinom: Breakthrough-Therapy-Status für Enfortumab-Vedotin

27.03.2018 Seattle Genetics und Astellas Pharma haben von der US Food and Drug Administration (FDA) für Enfortumab Vedotin – ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (AWK) – zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Urothelkrebs, die zuvor mit Checkpoint-Hemmern (CPI) behandelt wurden, Breakthrough-Therapie-Status erhalten.

Breakthrough-Therapie-Status

Breakthrough Therapy Designation ist ein Verfahren zur Beschleunigung der Entwicklung und Überprüfung von Medikamenten, die zur Behandlung einer schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankung bestimmt sind. Er basiert auf vorläufigen klinischen Daten, die darauf hindeuten, dass das Medikament bei einem oder mehreren klinisch signifikanten Endpunkten eine wesentliche Verbesserung gegenüber der verfügbaren Therapie zeigen kann.

Wirksamkeit

Die Auszeichnung wurde auf der Grundlage von Zwischenergebnissen aus der Phase-1-Studie zu Enfortumab-Vedotin als Monotherapie bei Patienten mit metastasierendem Urothelkrebs, die zuvor mit CPI behandelt wurden, erteilt.

Enfortumab Vedotin wird in einer entscheidenden klinischen Studie (EV-201 – NCT03219333) als Monotherapie in diesem Patientenumfeld und in einer frühen klinischen Studie in Kombination mit CPI-Therapie (EV-103 – NCT03288545) untersucht. Die Unternehmen evaluieren Enfortumab auch bei anderen soliden Tumoren, einschließlich Eierstock- und nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom.

Wirkweise

Enfortumab-Vedotin ist ein monoklonaler Anti-Nektin-4-Antikörper, der mit Hilfe der von Seattle Genetics entwickelten Linker-Technologie an einen Mikrotubuli zerstörenden Wirkstoff (MMAE) gebunden ist. Enfortumab zielt auf Nectin-4, ein Zelladhäsionsmolekül, das von Astellas als AWK-Ziel identifiziert wurde und auf vielen soliden Tumoren exprimiert wird.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Seattle Genetics, Astellas Pharma



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