Entrectinib

Krebs: Prime-Status von der EMA

18.10.2017 Die europäischen Zulassungsbehörden haben das Krebsmedikament Entrectinib von Ignyta mit Priority Medicines (PRIME) eingestuft.

Igynta entwickelt den Tyrosinkinase-Inhibitor Entrectinib zur Behandlung von Patienten mit NTRK fusionspositiven, lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden soliden Tumoren, die entweder nach vorherigen Therapien fortgeschritten sind oder keine akzeptable Standardtherapie erhalten haben.

Die Europäische Arzneimittelagentur führte ihr PRIME-Programm ein, um das Zulassungsverfahren für Prüfpräparate zu beschleunigen, die einen großen therapeutischen Vorteil gegenüber bestehenden Behandlungen bieten oder Patienten ohne Behandlungsmöglichkeiten zugute kommen könnten.

Durch die Initiative wird Ignyta die verstärkte Unterstützung der Regulierungsbehörde erhalten, einschließlich der Optimierung der Entrectinib-Entwicklung, potenziell beschleunigter Bewertung des Zulassungsantrags und der frühzeitigen Erörterung sowohl mit der EMA als auch mit Gesundheitstechnologie-Bewertungen bezüglich der Kostenerstattungswege.

Prime bestätigt das grosse Potenzial von Entrectinib als neuartige Behandlung für Patienten (unabhängig vom Alter) mit NTRK-positiven Tumoren, einer Krebserkrankung, für die es derzeit keine zugelassene Behandlung gibt, sagte Jonathan Lim, Vorstandsvorsitzender und CEO von Ignyta.
Bereits im Mai erhielt das Medikament in den USA den Breakthrough-Status.
© arznei-news.de – Quelle: Igynta, Okt. 2017

Vielversprechende Ergebnisse aus Phase 1/2 Studie bei ROS1+ NSCLC

24.09.2018 Roche: Die Ergebnisse klinischer Phase-1- und Phase-2-Studien mit dem Medikament Entrectinib bei ROS1-positivem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC), die auf der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC) 19. Weltkonferenz über Lungenkrebs vorgestellt wurden, zeigen eine Ansprechrate von 77,4 Prozent bei 53 Patienten, die auf Ansprechen auswertbar waren, mit einer mittleren Ansprechdauer von 24,6 Monaten.

Hirnmetastasen

Die Studie nahm Patienten mit unbehandelten und behandelten Hirnmetastasen zu Studienbeginn auf.

Bei 20 Patienten (37,7 Prozent der insgesamt eingeschriebenen Patienten) mit Beteiligung des Zentralnervensystems betrug die Ansprechrate der Metastasen im Gehirn 55 Prozent.

Bei 30 Patienten ohne Hirnmetastasen zu Studienbeginn betrug die mediane Zeit der Krebskontrolle (bekannt als progressionsfreies Überleben oder PFS) 26,3 Monate; bei Patienten, die zu Studienbeginn Hirnmetastasen zeigten, betrug die PFS 13,6 Monate.

Nebenwirkungen

Bei 355 Patienten, die mit Entrectinib behandelt wurden, darunter nicht nur Lungenkrebspatienten, sondern solche mit vielen verschiedenen Typen solider Tumoren, berichteten die meisten nur über leichte (Grad 1 oder 2) Nebenwirkungen wie Erschöpfung, Schwindel, Gewichtszunahme, Übelkeit, Verstopfung und Durchfall.

31 Prozent berichteten über Nebenwirkungen 3. Grades, wobei nur 3,9 Prozent die Behandlung wegen behandlungsbedingter Nebenwirkungen einstellten.

Basierend auf diesen Ergebnissen bewerten die Studienautoren des University of Colorado Cancer Center Entrectinib „tolerierbar mit einem überschaubaren Sicherheitsprofil“.

Die Ergebnisse stammen aus den Studien ALKA, STARTRK-1, STARTRK-2 (ClinicalTrials.gov Nummern NCT02097810 und NCT02568267).
© arznei-news.de – Quellenangabe: Roche; University of Colorado Cancer Center

Schrumpfung von soliden Tumoren mit NTRK-Fusionen

21.10.2018 Roche hat Ergebnisse einer integrierten Analyse der zulassungsrelevanten Studien STARTRK-2, STARTRK-1 und ALKA-372-001 bekanntgegeben, wonach Entrectinib bei mehr als der Hälfte (57,4%) der Patienten mit neurotrophen tropomyosinalen Rezeptorkinasen (NTRK) fusionspositiven soliden Tumoren die Tumoren schrumpfen (objektive Ansprechrate; ORR) ließ.

Objektive Ansprechraten auf das Medikament wurden bei zehn verschiedenen soliden Tumorarten beobachtet (mittlere Ansprechdauer = 10,4 Monate), auch bei Menschen mit und ohne Metastasen des Zentralnervensystems (ZNS) zu Studienbeginn.

Entrectinib ließ Tumoren schrumpfen, die sich bei über der Hälfte der Menschen auf das Gehirn ausgebreitet hatten (intrakranielles Ansprechen = 54,5%), wobei mehr als ein Viertel dieser Menschen ein vollständiges Ansprechen zeigte. Das Sicherheitsprofil entsprach dem früherer Analysen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Roche



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