Eteplirsen

Eteplirsen (AVI-4658) ist ein von Sarepta Therapeutics Inc. entwickeltes Medikament, das sich zur Zeit in klinischen Studien befindet und zur Behandlung von einigen Mutationen vorgesehen ist, die Duchenne-Muskeldystrophie verursachen.

FDA-Ausschuss will NDA überprüfen – Duchenne-Muskeldystrophie

19.03.2016 Sarepta Therapeutics hat bekanntgegeben, dass das PCNS Drugs Advisory Committee der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) die New Drug Application (NDA)  für Eteplirsen überprüfen will.

Die FDA hat dem Medikament Priority Review Status gewährt. Damit wird Arzneimitteln eine vorrangige Überprüfung gewährt, die für die Behandlung von Krankheiten vorgesehen sind, bei denen keine adäquate Therapie existiert.

Eteplirsen hat von der FDA auch den Status Rare Pediatric Disease Designation (seltene pädiatrische Erkrankung), als auch Orphan-Drug und FastTrack-Status erhalten.

Duchenne-Muskeldystrophie

Es wird geschätzt, dass etwa jeder 3.500 – 5.000 Junge von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) weltweit betroffen ist – 13% der Betroffen haben Mutationen, die mit Eteplirsen / Exon-51-Skipping behandelt werden können.

Wirkweise – Exon-51-Skipping

Eteplirsen zielt auf die zugrundeliegende Ursache der Muskeldystrophie Duchenne, indem es die Wiederherstellung der Dystrophin-Boten-RNA (mRNA) angeht, wodurch es die Herstellung einer kürzeren, funktionalen Form des Dystrophin-Proteins ermöglicht.

Das Medikament benutzt Sareptas proprietäres Phosphordiamidat Morpholino-Oligomer (PMO) und die Exon-Skipping-Technik, um Exon 51 des Dystrophin-Gens zu überspringen. Etwa 13 Prozent der DMD-Population sind mit Exon-51-Skipping zu erreichen.

Sicherheit und Verträglichkeit

Daten aus klinischen Studien mit Eteplirsen bei DMD-Patienten haben ein einheitliches Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil gezeigt und auch messbare Dystrophin-Protein-Expression.

Die Förderung der Synthese eines kürzeren Dystrophin-Proteins soll die Abnahme der Gehfähigkeit und Mobilität bei DMD-Patienten verlangsamen.

Zur Zeit gibt es kein zugelassenes Medikament in den Vereinigten Staaten für DMD und Eteplirsen wurde nicht von der FDA oder einer anderen Aufsichtsbehörde für die Behandlung von DMD genehmigt.
© arznei-news.de – Quelle: Sarepta Therapeutics, März 2016

FDA-Zulassung: Exondys 51 bei Muskeldystrophie Duchenne

19.09.2016 Die US-Food and Drug Administration hat heute Exondys 51 (Wirkstoff ist Eteplirsen) Injektion als erstes Medikament für die Behandlung von Patienten mit Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) zugelassen.

Exondys 51 ist speziell für Patienten indiziert, die eine bestätigte Mutation des Dystrophin-Gens haben (und zum Skippen von Exon 51 zugänglich ist), wobei etwa 13% der Population mit DMD betroffen sind.

Die beschleunigte Zulassung von Exondys 51 basiert auf dem Surrogatendpunkt des Anstiegs von Dystrophin in der Skelettmuskulatur, der bei einigen mit Eteplirsen behandelten Patienten beobachtet wurde. Die FDA hat festgestellt, dass die von dem Antragsteller vorgelegten Daten einen Anstieg der Dystrophin-Produktion gezeigt hätten, der mit großer Wahrscheinlichkeit einen klinischen Nutzen bei einigen Patienten mit Duchenne-Muskeldystrophie prognostiziert, die eine nachgewiesener Mutation des Dystrophin-Gens zugänglich für Exon 51-Skipping haben.

Ein klinischer Nutzen von Exondys 51, einschließlich der Verbesserung der Motorik, wurde nicht untersucht. Bei dieser Entscheidung hat die FDA die möglichen Risiken im Zusammenhang mit dem Medikament gegen die lebensbedrohliche und schwächende Art der Krankheit und den Mangel an verfügbaren Therapien abgewogen.

Nach der beschleunigten Genehmigung fordert die FDA Sarepta Therapeutics auf, eine klinische Studie durchzuführen, die den klinischen Nutzen des Medikaments bestätigt. Die erforderliche Studie wurde entwickelt, um festzustellen, ob Exondys 51 die Motorik von DMD-Patienten mit einer bestätigten Mutation des Dystrophin-Gens zugänglich zum Exon 51-Skipping verbessert. Wenn die Studie keinen klinischen Nutzen zeigt, kann die FDA die Zulassung des Medikaments zurückziehen.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die von den in den klinischen Studien mit Eteplirsen behandelten Teilnehmern berichtet wurde, waren Gleichgewichtsstörungen und Erbrechen.
© arznei-news.de – Quelle: FDA, Sept. 2016



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