Evinacumab

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie: Breakthrough-Status von FDA

07.04.2017 Regeneron Pharmaceuticals hat von der US Food and Drug Administration (FDA) Breakthrough-Therapie-Status für Evinacumab zur Behandlung von Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie erhalten.

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie (HoFH) ist eine erbliche Erkrankung, die zu einer vorzeitigen Herz-Kreislauf-Erkrankung aufgrund eines hohen LDL-Cholesterinspiegels führen kann.

Evinacumab ist ein sich in der Entwicklung befindender monoklonaler Antikörper gegen Angiopoetin-ähnliches Protein 3 (ANGPTL3).

ANGPTL3 scheint als ein Inhibitor der Lipoprotein-Lipase und der endothelialen Lipase aufzutreten, und zusätzlich eine Schlüsselrolle im Lipoprotein-Metabolismus zu spielen.

Das Unternehmen plant derzeit eine Phase-3-Studie nach positiven Zwischenphase-2-Ergebnissen für Evinacumab im Mai 2016.

Regenerons Proof-of-Concept-Studie zeigte, dass der Wirkstoff als Zusatztherapie bei einer lipidsenkenden Behandlung die Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin- (LDL-C) Werte um weitere 55% nach vier Wochen senken konnte verglichen mit der Baseline, sagte das Unternehmen.

Die Single-Arm-, Open-Label- und Proof-of-Concept-Studie hatte bis zu 8 Patienten mit HoFH behandelt, die genetisch und phänotypisch diagnostiziert wurden

Regeneron setzte den primären Endpunkt der Studie als mittlere prozentuale Veränderung der LDL-C-Werte von der Baseline bis zur 4. Woche fest.

Die mittlere Reduktion von LDL-C bei den 4 Patienten betrug 55% nach vierwöchiger Behandlung und zwei Wochen nach Verabreichung der 15 mg / kg IV-Dosis. Die prozentualen Reduktionen von LDL-C reichten von 25% bis 90% bei vier Patienten.

Unbehandelte HoFH-Patienten können LDL-Cholesterinspiegel im Bereich von 500 bis 1000 mg / dl aufweisen, verglichen mit normalen LDL-Cholesterinspiegeln von weniger als 130 mg / dl.
© arznei-news.de – Quelle: Regeneron, April 2017

HoFH: Positive Topline-Ergebnisse aus Phase-3-Studie mit Evinacumab

15.08.2019 Regeneron Pharmaceuticals hat positive Phase-3-Ergebnisse zu Evinacumab bei Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie (HoFH) veröffentlicht. Patienten mit HoFH haben einen stark erhöhten Anteil an ’schlechtem‘ Cholesterin (auch bekannt als LDL-Cholesterin).

Im Durchschnitt wurden die Patienten mit einem LDL-Cholesterinspiegel von 255 mg/dL in die Studie aufgenommen, und dass trotz einer Behandlung mit anderen lipidsenkenden Therapien, darunter maximal verträgliche Statine, PCSK9 (Proprotein-Konverterase Subtilisin/Kexin Typ 9) Inhibitoren, Ezetimbe, LDL-Apherese und Lomitazid.

Wirksamkeit

Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt und zeigte, dass die Zugabe von Evinacumab zu anderen lipidsenkenden Therapien den LDL-Cholesterinspiegel im Durchschnitt um 49% senkte, verglichen mit den lipidsenkenden Behandlungen allein.

Weitere wichtige Punkte:

  • 132 mg/dL absolute Veränderung des LDL-Cholesterins gegenüber dem Ausgangswert im Vergleich zu Placebo (135 mg/dL Reduktion für Evinacumab im Vergleich zu einer 3 mg/dL Reduktion für Placebo, p<0,0001).
  • 47% erreichten LDL-Cholesterinwerte unter 100 mg/dL, verglichen mit 23% für Placebo (nominal p=0,0203).
  • Ähnliche Werte der LDL-Cholesterinsenkung wurden auch bei den am schwierigsten zu behandelnden Patienten beobachtet, die oft nicht auf bestimmte andere Therapien ansprechen, die als „null/null“ oder „negativ/negativ“ beschrieben werden.
  • Evinacumab reduzierte auch Apolipoprotein B (ApoB), Nicht-HDL-Cholesterin und Gesamtcholesterin im Vergleich zu Placebo.

LDL-Cholesterinsenkungen wurden ab der ersten Untersuchung in Woche 2 beobachtet und während der 24-tägigen doppelblinden Behandlungsphase beibehalten.

Nebenwirkungen

In der Studie wurde Evinacumab im Allgemeinen gut vertragen. Während der doppelblinden Behandlungszeit wurde bei 66% der Evinacumab-Patienten und 81% der Placebo-Patienten ein unerwünschtes Ereignis (Nebenwirkungen) beobachtet.

Nebenwirkungen, die bei mindestens 5% der Patienten und häufiger bei Evinacumab auftraten, waren grippeähnliche Erkrankungen (11% Evinacumab, 0% Placebo) und Rhinorrhö (7% Evinacumab, 0% Placebo).
© arznei-news.de – Quellenangabe: Regeneron Pharmaceuticals



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