Evolocumab (Repatha) bei Diabetes

Verringert Herz-Kreislauf-Ereignisse bei Patienten mit Diabetes

15.09.2017 Amgen hat eine neue Analyse der kardiovaskulären Outcome-Studie FOURIER in The Lancet Diabetes & Endocrinology veröffentlicht, wonach Repatha (Wirkstoff Evolocumab) mit einer deutlichen Senkung des Low-Density-Lipoproteincholesterin-Spiegels (LDL-C) und der kardiovaskulären Ereignisse bei Patienten mit und ohne Diabetes zu Beginn der Studie einherging.

Kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität

Die Analyse zeigte, dass Diabetes unabhängig mit einem deutlich erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität bei Patienten mit arteriosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert ist.

Patienten mit Diabetes neigten dazu, aufgrund ihres erhöhten Ausgangsrisikos ein größeres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse unter der Repatha-Behandlung aufzuweisen.

Im Einklang mit den kürzlich durchgeführten Studien zur intensiveren LDL-Senkung zeigte Repatha keinen Effekt auf die kardiovaskuläre Mortalität.

Die Analyse zeigte auch, dass Repatha nicht mit einem erhöhten Risiko für Diabetes-Neuerkrankungen oder einer Verschlechterung der Glykämie (erhöhte Glukose im Blut) über einen Medianwert von 2,2 Jahren bei Patienten ohne Diabetes oder Prä-Diabetes in Verbindung gebracht werden konnte. Darüber hinaus wurden in dieser Analyse keine neuen Sicherheitsprobleme festgestellt.

Diabetes-Neuerkrankung

Repatha – verglichen mit Placebo – erhöhte nicht das Risiko für eine Diabetes-Neuerkrankung bei Patienten ohne Diabetes an der Grundlinie (8,0 Prozent [663/8,256] gegenüber 7,6 Prozent [631/8,254], einschließlich Patienten mit Prädiabetes (HR 1,0; 0,95 Prozent CI, 0,89-1,13).

Die HbA1c- und FPG-Spiegel waren zwischen den Repatha- und Placebogruppen während der Beobachtung bei Patienten mit Diabetes, Prädiabetes oder Normoglykämie ähnlich.

Sicherheit

Die Gesamtrate der unerwünschten Ereignisse und schweren unerwünschten Ereignisse war zwischen Repatha und Placebo bei Patienten mit und ohne Diabetes ähnlich hoch.

Unter den Patienten mit Diabetes bei Studienbeginn betrug der Anteil der Patienten mit unerwünschten Ereignissen in der Repatha-Gruppe 78,5 Prozent (4.327 von 5.513 Patienten) und in der Placebo-Gruppe 78,3 Prozent (4.307 von 5.502 Patienten).

Unter den Patienten ohne Diabetes an der Grundlinie betrugen die Anteile mit nachteiligen Ereignissen 76,8 Prozent (6.337 von 8.256 Patienten) in der Repatha-Gruppe und 76,8 Prozent (6.337 von 8.254 Patienten) in der Placebo-Gruppe.
© arznei-news.de – Quelle: Amgen; The Lancet Diabetes & Endocrinology, Sept. 2017

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