Febuxostat (Adenuric) bei Gicht

Einsatz bei Hyperurikämie

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu diesem Medikament

News zum Einsatz bei Gicht

Medikament verhindert Gichtschübe in klinischer Studie

04.10.2017 Wie in der Zeitschrift Arthritis & Rheumatology berichtet wird, reduzierte das Medikament Febuxostat Schübe bei Patienten mit Gicht.

In einer doppelblinden Placebo-kontrollierten Studie mit 314 Erwachsenen mit frühzeitig einsetzender Gicht verringerte die Febuxostat-Behandlung auch Synovitis – bzw. Entzündung der Gelenkinnenwand, wie durch MRT-Scans festgestellt wurde – über einen Zeitraum von 2 Jahren im Vergleich zu Placebo.

Febuxostat wirkt gegen hohes Urat-Vorkommen im Blut von Gicht-Patienten.

Die aktuellen klinischen Leitlinien empfehlen nicht die routinemäßige Anwendung von uratsenkenden Therapeutika nach dem ersten Gichtschub, schreibt Studienautorin Dr. Nicola Dalbeth.

Diese Studie legt aber nahe, dass selbst Patienten, die nur 1 oder 2 vorherige Gichtschübe hatten, einen Nutzen von uratsenkenden Medikamenten unter einem Serumurat von 6 mg/dL im Hinblick auf die Reduktion zukünftiger Schübe haben können, sagte sie.
© arznei-news.de – Quelle: Arthritis & Rheumatology – DOI: 10.1002/art.40233, Sept. 2017

Gicht: Vergleich mit Allopurinol hinsichtlich der Sicherheit

13.03.2018 Für Patienten mit Gicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Febuxostat nicht schlechter als Allopurinol im Hinblick auf die Rate einer Kombination aus unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen, berichtet eine neue Studie.

Febuxostat (Adenuric) ist zwar mit einer höheren Gesamt-Sterblichkeit verbunden, erhöht aber nicht das Risiko des primären Endpunkts der Studie – eine kombinierte Rate von tödlichen und nicht-tödlichen kardiovaskulären Ereignissen – laut der im New England Journal of Medicine veröffentlichten Forschungsarbeit.

Gicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dr. William B. White von der Universität Connecticut und Kollegen führten eine doppelblinde Nichtunterlegenheits-Studie mit 6.190 Patienten mit Gicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch, die randomisiert Febuxostat oder Allopurinol erhielten. Die Teilnehmer wurden über einen Median von 32 Monaten beobachtet.

Bei 56,6 Prozent der Patienten wurde die Studienbehandlung eingestellt, bei 45,0 Prozent wurde das Follow-up nicht fortgeführt.

Kardiovaskluäre Ereignisse und Sterblichkeit

In der modifizierten Intention-to-Treat-Analyse stellten die Forscher fest, dass ein primäres Endpunktereignis (Komposit aus kardiovaskulärem Tod, nicht-tödlichem Myokardinfarkt, nicht-tödlichem Schlaganfall oder instabiler Angina mit dringender Revaskularisierung) bei 10,8 Prozent in der Febuxostat- und 10,4 Prozent in der Allopurinol-Gruppe (Hazard Ratio, 1,03; P = 0,002 für Nichtunterlegenheit) lag. Im Vergleich zur Allopurinol-Gruppe wies die Febuxostat-Gruppe eine signifikant höhere Gesamt- und kardiovaskuläre Mortalität auf.

Bei Patienten mit Gicht und schweren kardiovaskulären Koerkrankungen war Febuxostat im Vergleich zu Allopurinol in Bezug auf die Häufigkeit unerwünschter kardiovaskulärer Ereignisse nicht unterlegen, fassen die Autoren zusammen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa1710895

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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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