Gefapixant

Gefapixant verspricht Linderung bei ungeklärtem chronischen Husten

28.02.2020 Bei Patienten mit therapierefraktärem chronischen Husten oder ungeklärtem chronischen Husten reduziert der P2X3-Rezeptorantagonist Gefapixant 50 mg zweimal täglich die Hustenhäufigkeit signifikant laut einer in The Lancet Respiratory Medicine veröffentlichten Studie.

Jaclyn A. Smith von der Universität Manchester in Grossbritannien und Kollegen führten eine Phase-2b-Studie an Erwachsenen mit refraktärem oder ungeklärtem chronischen Husten durch.

Die Teilnehmer erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder ein Placebo oder 7,5, 20 oder 50 mg orales Gefapixant zweimal täglich über 84 Tage (63, 64, 63 bzw. 63 Teilnehmer).

Die Forscher fanden heraus, dass die geometrische mittlere Häufigkeit des Hustens im Wachzustand nach 12 Wochen 18,2 Husten pro Stunde mit Placebo betrug, verglichen mit 14,5, 12,0 und 11,3 Husten pro Stunde unter 7,5, 20 bzw. 50 mg Gefapixant.

Die geschätzte prozentuale Veränderung im Vergleich zu Placebo betrug -22,0 Prozent (95 Prozent Konfidenzintervall [CI], -41,8 bis 4,6; P = 0,097), -22,2 Prozent (95 Prozent CI, -42,0 bis 4,3 Prozent; P = 0,093) und -37,0 Prozent (95 Prozent CI, -53,3 bis -14,9; P = 0,0027) bei 7,5, 20 bzw. 50 mg Gefapixant.

Die häufigste Nebenwirkung war Dysgeusie (Geschmacksstörung).

Die Forscher erwarten die Ergebnisse der laufenden Phase-3-Studien, um den wahren Grad der Wirksamkeit der 50-mg-Dosis von Gefapixant bei der Kontrolle von ungeklärtem chronischen Husten festlegen zu können, und festzustellen zu können, ob die damit verbundenen geschmacksbedingten unerwünschten Ereignisse (Nebenwirkungen) verträglich sind, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: The Lancet Respiratory Medicine – DOI:https://doi.org/10.1016/S2213-2600(19)30471-0.

Phase-3-Studienergebnisse zur Bewertung von Gefapixant bei refraktärem oder unklaren chronischen Husten

18.03.2020 MSD hat Ergebnisse zweier laufender Phase-3-Zulassungsstudien (COUGH-1 und COUGH-2) zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von Gefapixant (MK-7264), einem oral verabreichten selektiven P2X3-Rezeptor-Antagonisten zur Behandlung von therapieresistentem oder unklarem chronischen Husten, veröffentlicht.

In diesen Studien wurden die primären Wirksamkeitsendpunkte für die Gefapixant-Therapiearme mit 45 mg zweimal täglich erreicht – sie zeigten eine statistisch signifikante Abnahme des 24-stündigen Hustens pro Stunde (durchschnittliche stündliche Hustenhäufigkeit auf der Grundlage einer 24-stündigen Erfassung) gegenüber Placebo nach 12 (COUGH-1) und 24 Wochen (COUGH-2).

Die Gefapixant-Behandlungsarme mit 15 mg zweimal täglich erreichten in beiden Phase-3-Studien den primären Wirksamkeitsendpunkt nicht.

Das Sicherheits- bzw. Verträglichkeitsprofil von Gefapixant während der bisherigen Studien stimmt mit dem der zuvor berichteten Phase-2-Studie überein. Die Studien werden zur langfristigen Nachbeobachtung fortgesetzt, um zusätzliche Sicherheitsdaten zu sammeln.
© arznei-news.de – Quellenangabe: MSD.



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