Gemcitabin – Blasenkrebs, Harnblasenkarzinom

Intravesikale Gemcitabin-Therapie reduziert Blasenkrebsrezidiv

09.05.2018 Die sofortige intravesikale (innerhalb der Harnblase) Verabreichung von Gemcitabin nach der Resektion ist mit einem reduzierten Rezidiv über vier Jahre bei Patienten mit Verdacht auf nicht-muskelinvasiven Urothelkrebs verbunden laut einer im Journal of the American Medical Association veröffentlichten Studie.

Dr. Edward M. Messing von der Universität Rochester und Kollegen randomisierten Patienten auf die intravesikale Instillation von Gemcitabin (201 Patienten) oder von Kochsalzlösung (205 Patienten) für eine Stunde unmittelbar nach einer transurethralen Resektion von Blasentumoren; 383 Patienten schlossen die Studie ab.

Krebsrezidiv

Die Forscher fanden heraus, dass 67 Patienten in der Gemcitabin- und 91 in der Kochsalzgruppe innerhalb von vier Jahren ein Krebsrezidiv hatten (Vier-Jahres-Schätzung, 35 versus 47 Prozent; Hazard Ratio 0,66; P < 0,001).

Unter den Patienten mit niedriggradigen nicht-muskelinvasiven Urothelkrebs, die einer transurethralen Resektion des Blasentumors und Instillation von Medikamenten unterzogen wurden, hatten 34 von 102 bzw. 59 von 113 in der Gemcitabin- bzw. Kochsalzgruppe ein Rezidiv (vierjährige Schätzungen 34 versus 54 Prozent; Hazard Ratio 0,53; P = 0,001).

Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen beim Anteil der Patienten mit Tumoren, die zu Muskelinvasionen fortschritten (fünf in der Gemcitabin- und 10 in der Kochsalzgruppe; P = 0,22) oder starben (17 bzw. 25 Patienten; P = 0,12).

Diese Ergebnisse unterstützen die Anwendung dieser Therapie, aber weitere Forschungsarbeiten sind notwendig, um Gemcitabin mit anderen intravesikalen Wirkstoffen zu vergleichen, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of the American Medical Association – JAMA. 2018;319(18):1880-1888. doi:10.1001/jama.2018.4657



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