Guanfacin (Intuniv) bei Angststörung

Sicher und verträglich bei Heranwachsenden mit Angststörungen

01.03.2017 Eine Pilotstudie zu Guanfacin – einem Alpha2-Agonisten mit kontrollierter Freisetzung – mit Kindern und Jugendlichen mit Generalisierter Angststörung, Trennungsangst und sozialer Phobie zeigte, dass das Medikament sicher und gut verträglich war und einen vorläufigen Beleg für seine potentielle Wirksamkeit lieferte.

Die Studie unterstützt weitere klinische Tests des Medikaments bei pädiatrischen Patienten mit Angststörungen laut den im Fachmagazin Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology veröffentlichten Befunden.

Die Forscher der Universitäten Cincinnati, Duke, Shire, Columbia und dem New York State Psychiatric Institute und dem New York Presbyterian Morgan Stanley Kinder-Krankenhaus verglichen die Effekte von Guanfacin (Handelsname ist in der EU Intuniv) und Placebo über 12 Wochen bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6-17 Jahren mit einer Angststörung (GXR – Guanfacin verlängerte Freisetzung 1-6 mg täglich, n = 62, oder Placebo, n = 21).

Untersucht wurden die Auswirkungen der medikamentösen Behandlung und von Placebo auf Herzfrequenz, Blutdruck, suizidale Gedanken und Verhalten und mehrere Angstmaße. Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen Wirkstoff und Placebo.

Es konnten keine neuen nennenswerten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Guanfacin-Behandlung festgestellt werden, sagten die Studienautoren, und weisen auf das Potenzial des Medikaments bei der Behandlung von Kindern mit anderen Störungen, die zusammen mit Angstsymptomen auftreten – wie z.B. ADHS.

Die Sicherheit von Guanfacin in dieser Patientenpopulation ist der erste Schritt, um potenziell eine zusätzliche psychopharmakologische Behandlung für Kinder und Jugendliche mit Angststörungen zu entwickeln, schreibt Harold S. Koplewicz, Chefredakteur des Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology und Präsident des Child Mind Institute in New York.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Universität Cincinnati, Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology – http://dx.doi.org/10.1089/cap.2016.0132; März 2017



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