Hepatitis C – Generika

Generische direkt wirkende antivirale Mittel zur Behandlung von chronischen Hepatitis-C-Patienten – Wirksamkeit

05.08.2018 Eine in The Open Infectious Diseases Journal veröffentlichte Studie verglich direkt wirkende antivirale Generika mit den originalen Referenzprodukten bei der Behandlung von Hepatitis C.

Es gibt viele neue hochwirksame, direkt wirkende antivirale Medikamente zur Behandlung von Hepatitis C, die in den letzten Jahren weltweit registriert wurden. Trotz einer wirksamen Behandlung ab 2016 in Lettland gibt es Einschränkungen – nur Patienten mit Fibrose (F, Metavir) der Stadien 3 bis 4 haben Zugang zu erstattungsfähigen Medikamenten.

Vergleich der Wirksamkeit

Einige Patienten erhalten Generika aus Indien. Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit von originalen und generischen direkt wirkenden antiviralen Medikamenten bei lettischen Hepatitis-C-Patienten zu untersuchen.

Dies war eine retrospektive Studie mit 179 chronischen Hepatitis-C-Patienten. Die Patienten wurden in zwei Gruppen eingeteilt – diejenigen, die die originalen direkt wirkenden antiviralen Medikamente Ombitasvir, Paritaprevir, Ritonavir, Dasabuvir + Ribavirin (n=144) und diejenigen, die Generika aus Indien erhielten (n=35): Sofosbuvir, Ledipasvir oder Sofosbuvir, Daclatasvir + Ribavirin.

Nicht nachweisbare Viruslast 12 Wochen nach Beendigung der Therapie

Die nicht nachweisbare Viruslast 12 Wochen nach Beendigung der Therapie (anhaltendes virologisches Ansprechen 12) wurde bei allen Patienten gemessen.

Das Behandlungsregime schlossen 142 Patienten (2 Patienten brachen die Behandlung ab) aus der Original-Arzneimittelgruppe und alle Patienten aus der Generika-Gruppe ab.

In der originalen Arzneimittelgruppe wurde ein nachhaltiges virales Ansprechen von allen 142 Patienten erreicht, die die Behandlung abgeschlossen hatten (100%), während in der Generika-Gruppe dies von 32 Patienten (91,4%) erreicht wurde.

Hohe Wirksamkeit beider Therapien

Die Studienergebnisse zeigten eine hohe Wirksamkeit beider Therapien mit Original- und Generika-Medikamenten – wobei mehr als 90% der Patienten ein anhaltendes virologisches Ansprechen erzielten, mit einer leichten Überlegenheit in der Gruppe der Originalmedikamente.

Diese Studie zeigt das Interesse und die Berechtigung der Patienten, nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten zu suchen, wenn Originalpräparate nicht über das Erstattungssystem erhältlich sind und sie zu teuer sind, um sie aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Diese Studie zeigt auch eine hohe Wirksamkeit von Generika aus Indien.
© arznei-news.de – Quellenangabe: The Open Infectious Diseases Journal – http://dx.doi.org/10.2174/1874279301810010063



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