Corona: Hydroxychloroquin-Remdesivir bei COVID-19

Hydroxychloroquin-Remdesivir-Kombination gefährlich für COVID-19-Patienten?

17.06.2020 Bei der Behandlung von COVID-19-Patienten sollten Chloroquinphosphat oder Hydroxychloroquin-Sulfat nicht zusammen mit dem experimentellen Medikament Remdesivir eingesetzt werden, da es zu einer potenziell ungünstigen Wechselwirkung mit dem Medikament kommen könnte, meldet die U.S. Food and Drug Administration (FDA).

Reduktion der antiviralen Wirksamkeit von Remdesivir

Die Medikamente könnten die antivirale Wirksamkeit von Remdesivir reduzieren, warnte die FDA am Montag. Die FDA erteilte im Mai eine Notfall-Genehmigung für den Einsatz von Remdesivir zur Behandlung von hospitalisierten, schwerkranken COVID-19-Patienten.

Neuere Forschungsergebnisse legen nahe, dass Remdesivir allein nicht ausreicht, um das Coronavirus einzudämmen, weshalb die Wissenschaftler ihre Hoffnungen auf verschiedene Medikamentenkombinationen setzten.

Aber in einem überarbeiteten Faktenblatt für Gesundheitsdienstleister schreibt die FDA, eine kürzlich abgeschlossene nicht-klinische Laborstudie lege nahe, dass Remdesivir nicht zusammen mit den Malariamedikamenten Chloroquin oder Hydroxychloroquin verwendet werden sollte.

Die FDA schreibt, dass ihr keine Fälle von verminderter Remdesivir-Aktivität bei Patienten bekannt seien, die das antivirale Medikament zusammen mit Chloroquin oder Hydroxychloroquin erhielten, aber sie wertet weiterhin alle Daten im Zusammenhang mit Remdesivir aus.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Remdesivir bei der Behandlung von COVID-19 wird weiterhin evaluiert, und vorläufige Ergebnisse klinischer Studien haben gezeigt, dass die mit Remdesivir behandelten Patienten im Durchschnitt eine schnellere Genesungszeit hatten.

Die Informationsblätter enthalten Informationen über mögliche Nebenwirkungen von Remdesivir bei COVID-19 wie: erhöhte Spiegel von Leberenzymen und allergische Reaktionen, zu denen niedriger Blutdruck, hohe Herzfrequenz, niedrige Herzfrequenz, Kurzatmigkeit, Keuchen, Angioödem (z.B. Lippen- oder Zungenschwellung), Schluckbeschwerden, Hautausschlag, Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Zittern und Atemnot gehören können.
© arznei-news.de – Quellenangabe: FDA.



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