Insulin Icodec

Sicherheit und Wirksamkeit von einmal wöchentlich zu verabreichendes Insulin Icodec bei Diabetes mellitus Typ 2

27.09.2020 Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ-2 hat das einmal wöchentlich verabreichte Insulin Icodec eine glukosesenkende Wirkung, die mit der von einmal täglichem Insulin Glargin vergleichbar ist. Dies ergab eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie.

Dr. Julio Rosenstock vom Dallas Diabetes Research Center führte zusammen mit Kollegen eine 26-wöchige Phase-2-Studie durch, um die Wirksamkeit und Sicherheit von einmal wöchentlich zu verabreichendem Insulin Icodec im Vergleich zu einmal täglichem Insulin Glargin U100 bei 247 Patienten zu untersuchen, die zuvor kein Insulin erhalten hatten und deren Typ-2-Diabetes mit oralen Medikamenten nicht ausreichend kontrolliert wurde.

Der Wirkstoff

Insulin Icodec ist ein lang wirksames Basalinsulin-Analogon mit einer Halbwertszeit von etwa einer Woche. Einmal injiziert, bindet Insulin Icodec stark, aber reversibel an Albumin. Dies führt zu einer kontinuierlichen, langsamen und stetigen Freisetzung des aktiven Icodecs, um eine effektive Senkung des Blutzuckers während der gesamten Woche zu erreichen. Das Injektionsvolumen von einmal wöchentlich verabreichtem Insulin Icodec entspricht aufgrund der konzentrierten Formulierung dem von täglich verabreichtem Insulin Glargin U100.

Wirksamkeit

Die Forscher stellten fest, dass die geschätzte mittlere Veränderung des glykierten Hämoglobinspiegel (Marker für den Glukosespiegel) in der Icodec-Gruppe -1,33 bzw. in der Glargin-Gruppe -1,15 Prozentpunkte gegenüber dem Ausgangswert betrug, während die geschätzten Mittelwerte in der 26. Woche 6,69 bzw. 6,87 Prozent betrugen, mit einem geschätzten Unterschied zwischen den Gruppen von -0,18 Prozentpunkten (95 Prozent Konfidenzintervall, -0,38 bis 0,02; P = 0,08).

Es wurden niedrige Hypoglykämieraten mit Schweregraden der Stufen 2 oder 3 beobachtet (0,53 versus 0,46 Ereignisse pro Patient und Jahr für die Icodec- versus Glargin-Gruppe; geschätztes Ratenverhältnis 1,09; 95-prozentiges Konfidenzintervall 0,45 bis 2,65).

Sicherheit

Bei den wichtigsten insulinbedingten unerwünschten Eignissen wurde kein Unterschied zwischen den Gruppen beobachtet.

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie deuten darauf hin, dass einmal wöchentlich verabreichtes Insulin die Insulinkontrolle erleichtern kann, indem es klinischen Nutzen bietet und die Zahl der Injektionen pro Jahr von 365 auf 52 verringert, schreiben die Studienautoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa2022474.



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