Ivermectin verhindert nicht das Fortschreiten zu schwerem COVID-19

Keine Auswirkung auf das Fortschreiten der Krankheit bei Hochrisikopatienten mit leichter bis mittelschwerer Erkrankung, die Ivermectin zu Beginn der Erkrankung erhalten

23.02.2022 Eine Ivermectin-Behandlung im frühen Krankheitsstadium verhindert bei Hochrisikopatienten mit leichtem bis mittelschwerem COVID-19 nicht das Fortschreiten der Krankheit. Dies geht aus einer in JAMA Internal Medicine veröffentlichten Studie hervor.

Die Studie

Steven Chee Loon Lim vom Raja Permaisuri Bainun Hospital in Perak, Malaysia, und Kollegen untersuchten die Wirksamkeit von Ivermectin zur Verhinderung des Fortschreitens zu einer schweren Erkrankung bei Hochrisikopatienten mit COVID-19 zwischen dem 31. Mai und 25. Oktober 2021.

Patienten im Alter von 50 Jahren und älter mit im Labor bestätigter COVID-19, Begleiterkrankungen und leichter bis mittelschwerer Erkrankung wurden innerhalb der ersten Woche nach Auftreten der Symptome in die Studie aufgenommen und nach dem Zufallsprinzip entweder fünf Tage lang täglich oral mit Ivermectin plus Standardbehandlung oder nur mit Standardbehandlung behandelt (241 bzw. 249 Patienten).

Risiko für schweren Krankheitsverlauf

Die Forscher stellten fest, dass 21,6 in der Ivermectin-Gruppe und 17,3 Prozent der Patienten in der Kontrollgruppe einen schweren Krankheitsverlauf hatten (relatives Risiko: 1,25; 95 Prozent Konfidenzintervall: 0,87 bis 1,80; P = 0,25).

Bei keinem der vordefinierten sekundären Endpunkte (mechanische Beatmung, Aufnahme in die Intensivstation und Tod nach 28 Tagen im Krankenhaus) gab es signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. Durchfall war die am häufigsten gemeldete unerwünschte Nebenwirkung (5,8 in der Ivermectin-Gruppe und 1,6 in der Kontrollgruppe).

„Wir fanden keine Hinweise darauf, dass Ivermectin das Risiko einer schweren Erkrankung wirksam verringert“, schreiben die Autoren. „Unsere Ergebnisse stimmen mit den Resultaten der IVERCOR-COVID19-Studie überein, wonach Ivermectin das Risiko von Krankenhausaufenthalten nicht verringern konnte.“

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Intern Med. Published online February 18, 2022. doi:10.1001/jamainternmed.2022.0189

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