Kalziumkanalblocker und Glaukom

Unerwünschter Zusammenhang zwischen der Einnahme von Kalziumkanalblockern und Glaukom entdeckt

Kalziumkanalblocker und Glaukom

09.09.2023 Laut einer online in JAMA Ophthalmology veröffentlichten Studie besteht ein ungünstiger Zusammenhang zwischen der Einnahme von Kalziumkanalblockern und Glaukom.

Dr. Alan Kastner vom Moorfields Eye Hospital National Health Service Foundation Trust und dem University College London und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen der systemischen Einnahme von Kalziumkanalblockern (CCB) und Glaukom und damit zusammenhängenden Merkmalen in einer bevölkerungsbasierten Querschnittsstudie, an der Teilnehmer der U.K. Biobank teilnahmen, bei denen vollständige Daten für die Analyse des Glaukomstatus, des Augeninnendrucks (IOD) und der durch optische Kohärenztomographie ermittelten Dicke der inneren Netzhautschicht vorlagen.

Es wurden Daten von 427.480 Erwachsenen (Durchschnittsalter 58 Jahre) einbezogen, darunter 33.175 CCB-Anwender (7,8 Prozent).

  • Die Forscher fanden heraus, dass die Einnahme von Kalziumkanalblockern, nicht aber von anderen blutdrucksenkenden Mitteln, mit einer erhöhten Risiko für das Auftreten eines Glaukoms verbunden war, nachdem die wichtigsten soziodemografischen, medizinischen, anthropometrischen und Lebensstilfaktoren berücksichtigt worden waren (Odds Ratio: 1,39).
  • Die Einnahme von Kalziumkanalblockern war auch mit einer geringeren Dicke der makulären Ganglienzellen und der inneren plexiformen Schicht sowie der makulären retinalen Nervenfaserschicht verbunden (-0,34 bzw. -0,16 µm), jedoch nicht mit dem Augeninnendruck.

„Diese Querschnittsstudie untermauert einen ungünstigen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Kalziumkanalblockern und Glaukom, obwohl kein Zusammenhang mit dem Augeninnendruck erkennbar ist“, schreiben die Autoren. „Dies rechtfertigt weitere Untersuchungen, um festzustellen, ob die Assoziationen kausal sind und um mögliche zugrundeliegende biologische Mechanismen zu untersuchen.“

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Ophthalmol. Published online September 7, 2023. doi:10.1001/jamaophthalmol.2023.3877

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