Ketamin bei bipolarer Störung

Bipolare Störung: Bluttest zeigt, wer auf Ketamin anspricht

24.10.2013 Forscher haben entdeckt, wie man die bipolaren Patienten herausfinden kann, die von Ketamin profitieren können – ein oft bei Depression und Schmerzen eingesetztes Arzneimittel.

Ketamin: Schnell wirkendes Antidepressivum

Bipolare Störung ist durch starke Stimmungsschwankungen charakterisiert; die Störung ist schwierig zu diagnostizieren und wird oft mit klinischer (unipolarer) Depression fehldiagnostiziert.

Zwei Drittel der Patienten mit bipolarer Störung profitieren von Ketamin, einem für seine rasche antidepressive Wirkung bekanntes Medikament.

Die antidepressiven Wirkungen von Ketamin setzen innerhalb von zwei Stunden ein, während typische Antidepressiva einige Wochen brauchen.

Wirkungsweise des Ketaminbluttests

Die Forscher identifizierten den Bestandteil, den Ketamin aufbricht und nannten ihn HNK. Sie entdeckten auch das Muster oder den „Fingerabdruck“ in den Fettsäuren des Blutes, das herausfindet, ob ein bipolarer Patient auf HNK anspricht.

Für die Studie wurden 22 Teilnehmern mit bipolarer Störung intravenöse Ketamin-Dosen verabreicht. Jedem Patienten wurde zudem Blut abgenommen.

Patienten, die auf Ketamin ansprachen, und Nicht-Responder wurden mit Hilfe einer genormten Depressionsskala identifiziert. Eine Reaktion wurde als positiv betrachtet, wenn der Patient eine 50%-ige (oder größere) Verbesserung empfand. Außerdem untersuchten die Forscher die Stoffwechselmuster in den Blutproben.

Der Unterschied zwischen ansprechenden und nicht-reagierenden Patienten wurde dadurch bestimmt, wie die Personen Fettsäuren verstoffwechselten.

„Dies sind bedeutende Entdeckungen, die bei der Behandlung von Patienten helfen können, die unter Depression und chronischen Schmerzen leiden“, sagte Irving Wainer, Seniorforscher des Intramural Research Program des National Institute on Aging, Baltimore.

Die Befunde wurden auf dem jährlichen Meeting der Anästhesiology 2013 präsentiert.

Quelle: American Society of Anesthesiologists, Okt. 2013

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