Krebsmedikamente können Immunantwort auf COVID-19-Impfung hemmen

Humorale Reaktionen nach SARS-CoV-2 mRNA-Impfung und Durchbruchsinfektion bei Krebspatienten

21.01.2022 Eine Studie von Forschern des Mayo Clinic Cancer Center hat ergeben, dass Chemotherapie und einige zielgerichtete Therapien, wie CDK4/6-Inhibitoren und Therapien, die auf B-Zellen abzielen eine unzureichende Immunantwort auf die COVID-19-Impfung bei Krebspatienten zeigen können. Die Ergebnisse wurden in den Mayo Clinic Proceedings: Innovation, Quality & Outcomes veröffentlicht.

Es ist wichtig, dass mit einer Chemotherapie behandelte Krebspatienten einen COVID-19-Impfstoff erhalten, sagt Dr. Saranya Chumsri, Hämatologin und Onkologin an der Mayo Clinic und Autorin der Studie. Dr. Chumsri sagt, dass dieser Rat auch für Krebspatienten gilt, die CDK-4/6-Inhibitoren einnehmen. Diese Inhibitoren sind eine neuere Klasse von Medikamenten zur Behandlung von hormonrezeptorpositivem und HER2-negativem Brustkrebs.

Dr. Chumsri sagt, dass CDK 4/6-Inhibitoren zwar üblicherweise nicht als so immunsuppressiv wie eine Chemotherapie gelten, dass aber ihre Untersuchungen an Brustkrebspatientinnen, die diese Medikamente einnehmen, ergeben haben, dass sie eine weniger optimale neutralisierende Antikörperaktivität aufweisen. Chumsri empfiehlt, bei diesen Patientinnen nach der Impfung die Antikörperspiegel zu testen und eine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19 zu erwägen.

Chumsri geht davon aus, dass im Laufe dieses Jahres weitere Daten zu den allgemeinen Immunreaktionen auf COVID-19-Impfungen vorliegen werden, einschließlich der Zell- und Antikörperreaktionen bei Patienten, die eine Chemotherapie und gezielte Therapien mit Auffrischungsimpfungen erhalten.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Mayo Clinic Proceedings: Innovations, Quality & Outcomes, 2021; DOI: 10.1016/j.mayocpiqo.2021.12.004





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