Lithium als Suizidprophylaxe

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Lithium im Trinkwasser ist mit einer niedrigeren Suizidrate verbunden

28.07.2020 Natürlich vorkommendes Lithium im Leitungswasser kann eine Suizidprophylaxe darstellen – so das Ergebnis einer neuen Studie der Brighton and Sussex Medical School (BSMS) und des Instituts für Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften am King’s College London.

In der im British Journal of Psychiatry veröffentlichten Studie wurden Forschungsergebnisse aus der ganzen Welt zusammengetragen und festgestellt, dass geografische Gebiete mit relativ hohen Lithiumwerten oder -konzentrationen im städtischen Trinkwasser entsprechend niedrigere Suizidraten aufweisen.

Die Studie beinhaltete eine systematische Durchsicht und Metaanalyse aller früheren Studien zum Thema Lithium als Suizidprophylaxe, die in Österreich, Griechenland, Italien, Litauen, Großbritannien, Japan und den USA durchgeführt wurden und die den natürlich vorkommenden Lithiumgehalt in Trinkwasserproben und die Selbstmordraten in 1.286 Regionen/Ländern/Städten dieser Länder korrelierten.

Professor Allan Young, Vorsitzender des Lehrstuhls für Stimmungsstörungen am King’s College London, schreibt:

Diese Synthese und Analyse aller verfügbaren Erkenntnisse bestätigt frühere Ergebnisse einiger Einzelstudien und zeigt einen signifikanten Zusammenhang zwischen höheren Lithiumgehalten im Trinkwasser und niedrigeren Suizidraten in der Gemeinde.

Die Lithiumgehalte im Trinkwasser sind weit niedriger als die empfohlenen Werte, wenn Lithium als Medikament verwendet wird, obwohl die Dauer der Exposition weitaus länger sein kann, möglicherweise schon ab der Empfängnis.

Diese Ergebnisse stimmen auch mit dem Ergebnis klinischer Studien überein, dass Lithium die Suizidrate und das damit verbundene Suizidverhalten bei Menschen mit einer Stimmungsstörung reduziert.
© arznei-news.de – Quellenangabe: The British Journal of Psychiatry (2020). DOI: 10.1192/bjp.2020.128.



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