Lupus erythematodes: Belimumab vielversprechend in Kombinationstherapie

Niedrigerer Serum-IgG-Anti-dsDNA-Antikörperspiegel nach 52 Wochen mit Belimumab im Vergleich zu Placebo nach Verabreichung von Rituximab bei Patienten mit refraktärem systemischen Lupus erythematodes

27.10.2021 Bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE), die auf eine konventionelle Behandlung nicht ansprechen, senkt Belimumab nach Rituximab den Serum-Immunglobulin (Ig)G-Antidoppelstrang-DNA (dsDNA)-Spiegel und das Risiko eines schweren Krankheitsschubs signifikant laut einer in den Annals of Internal Medicine veröffentlichten Studie.

Die Studie

Muhammad Shipa vom University College London und Kollegen führten eine randomisierte Phase-2-Studie mit 52 Patienten mit systemischem Lupus erythematodes durch, die auf eine konventionelle Behandlung nicht ansprachen und deren Ärzte eine Rituximab-Therapie empfohlen hatten. Die Patienten wurden mit Rituximab behandelt und erhielten vier bis acht Wochen später nach dem Zufallsprinzip entweder intravenöses Belimumab oder Placebo für 52 Wochen.

Wirksamkeit

Die Forscher stellten fest, dass die IgG-Anti-dsDNA-Antikörperspiegel bei den mit Belimumab behandelten Patienten nach 52 Wochen niedriger waren als bei den mit Placebo behandelten Patienten (geometrisches Mittel: 47 gegenüber 103 IU/ml; 70 Prozent stärkere Senkung gegenüber dem Ausgangswert).

Das Risiko eines schweren Krankheitsausbruchs war unter Belimumab im Vergleich zu Placebo signifikant reduziert (Hazard Ratio: 0,27), mit drei bzw. 10 schweren Krankheitsausbrüchen in der Belimumab- bzw. Placebogruppe. In der Belimumab-Gruppe wurde kein Anstieg der Häufigkeit schwerer unerwünschter Ereignisse beobachtet.

Diese Ergebnisse sprechen dafür, Belimumab nach Rituximab als erste biologische Kombinationstherapie für SLE-Patienten weiter zu untersuchen, zumindest bei denjenigen, deren Krankheit refraktär gegenüber einer konventionellen Therapie ist und/oder hohe Kortikosteroiddosen erfordert, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Annals of Internal Medicine – doi.org/10.7326/M21-2078

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