Maviret und die Transplantation HCV-infizierter Nieren

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Behandlung mit Glecaprevir / Pibrentasvir: Zwei Studien belegen sichere Transplantation von Nieren verstorbener Spender mit HCV-Infektion

15.10.2020 Durch die Behandlung oder Prävention von Infektionen sind Glecaprevir- und Pibrentasvir (G/P; Handelsname Maviret) Behandlungen vielversprechend, um die Transplantation von Nieren von Hepatitis-C-Virus (HCV) positiven Spendern zu HCV-negativen Empfängern (HCV D+/R-) zu ermöglichen, wie aus zwei Studien hervorgeht, die kürzlich im Journal of the American Society of Nephrology und Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurden.

Studie I

Meghan E. Sise vom Massachusetts General Hospital in Boston und Kollegen schrieben 63 Patienten ohne HCV-Infektion in ihre Studie ein, von denen 30 eine Nierentransplantation von einem verstorbenen HCV-positiven-Spender erhielten, gefolgt von acht Wochen einmal täglichem Maviret.

Die Forscher stellten fest, dass alle Empfänger ein anhaltendes virologisches Ansprechen erzielten. Es gab keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse, die mit einer HCV-Infektion oder der Behandlung mit Maviret zusammenhingen.

Studie II

Dr. Christine M. Durand von der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore führte zusammen mit Kollegen eine offene, zentrumsübergreifende Studie mit HCV D+/R- Patienten durch.

Die Teilnehmer erhielten eine Dosis Maviret vor der Organperfusion und eine einmal tägliche Behandlung über vier Wochen. Zehn Nierentransplantationen wurden durchgeführt.

Die Forscher beobachteten keine Todesfälle bei den Empfängern während einer medianen Nachbeobachtungszeit von 12 Monaten. Nach Tag 7 war die HCV-RNA bei allen Empfängern nicht mehr nachweisbar.

Keiner der Nieren-Empfänger hatte zu irgendeinem Zeitpunkt unerwünschte Ereignisse des Grades 3 oder höher oder Aminotransferase- oder Bilirubinspiegelwerte, die 2,5-mal höher waren als die normale Obergrenze oder höher.

Bei allen 10 HCV D+/R- Nierentransplantationen verhinderte eine vierwöchige Maviret-Prophylaxe HCV ohne behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse oder wesentliche Leberenzymanomalien, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: JASN August 2020, ASN.2020050686; DOI: https://doi.org/10.1681/ASN.2020050686Annals of Internal Medicine; https://doi.org/10.7326/M20-1468.


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