Methotrexat Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen

Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen (Nebenwirkungen) von Methotrexat gehören: Hepatotoxizität (Leberschäden), ulzerierende Stomatitis, Leukopenie und damit Infektionsanfälligkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Fieber, Schwindel, akute Pneumonitis, selten Lungenfibrose und Nierenversagen.

Erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen bei niedrig dosiertem Methotrexat

19.02.2020 Der Einsatz von niedrig dosiertem Methotrexat (LD-MTX) ist mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte Ereignisse (AE / Nebenwirkungen) verbunden, einschließlich Hautkrebs und gastrointestinale, pulmonale, infektiöse und hämatologische Nebenwirkungen, wie eine in Annals of Internal Medicine veröffentlichte Studie zeigt

Daniel H. Solomon vom Brigham and Women’s Hospital in Boston führte zusammen mit Kollegen vordefinierte Sekundäranalysen einer randomisierten Doppelblindstudie an Erwachsenen mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes oder metabolischem Syndrom durch. Insgesamt 4.786 Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip entweder LD-MTX (2.391 Teilnehmer) oder Placebo (2.395 Teilnehmer) zugeordnet und über einen Median von 23 Monaten verfolgt.

Gastrointestinale, pulmonale, infektiöse und hämatologische Nebenwirkungen

Die Forscher fanden heraus, dass 87,0 und 81,5 Prozent der Teilnehmer, die LD-MTX bzw. Placebo erhielten, ein relevantes AE (Hazard Ratio 1,17) aufwiesen. Bei LD-MTX im Vergleich zu Placebo waren die relativen Risiken gastrointestinaler, pulmonaler, infektiöser und hämatologischer Nebenwirkungen erhöht (Hazard Ratio 1,91, 1,52, 1,15 bzw. 1,15).

Krebs-Nebenwirkungen

Die Behandlungsgruppen unterschieden sich nicht hinsichtlich des Krebsrisikos, mit Ausnahme eines erhöhten Hautkrebsrisikos bei den Patienten der Methotrexat-Gruppe (Hazard Ratio 2,05). Sie unterschieden sich auch nicht im Risiko für mukokutane, neuropsychiatrische oder muskuloskelettale Nebenwirkungen. Die Methotrexat-Gruppe hatte ein reduziertes Risiko für Nieren-AE (Hazard Ratio 0,85).

Die hier vorgestellten Daten stellen eine wichtige Quelle neuer Erkenntnisse zur Verbesserung der Überwachungsrichtlinien und der sicheren Verschreibung von niedrigdosiertem Methotrexat dar, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Annals of Internal Medicine – DOI: 10.7326/M19-3369



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