Metoclopramid: EMA empfiehlt Anwendungsänderungen

Antiemetika

Update 26.04.2014 (s.u.) Die European Medicines Agency (EMA) empfiehlt Änderungen bei der Anwendung von Metoclopramid-haltigen Arzneimitteln. Die Änderungen zielen vor allem auf die Verringerung der Gefahren durch die neurologischen Nebenwirkungen.

Die Befunde zeigten, dass diese Risiken die Vorteile von Metoclopramid (gehört zur Medikamenengruppe der Prokinetika) bei einer langfristigen Behandlung überwiegen. Es gab auch sehr seltene Fälle von schwerwiegenden Auswirkungen auf Herz oder Kreislauf, besonders nach der Injektion.

Der Ausschuss empfiehlt,Metoclopramid: EMA empfiehlt Anwendungsänderungen

  • dass Metoclopramid nur für den kurzfristigen Gebrauch (bis zu 5 Tage),
  • und es bei Kindern unter 1 Jahr, und bei Kindern über 1 Jahr nur als Behandlung zweiter Wahl (nachdem andere Behandlungen in Betracht gezogen oder versucht wurden) zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen nach einer Chemotherapie und zur Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen angewendet werden sollte.
  • Bei Erwachsenen kann es zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die mit einer Chemotherapie, Strahlentherapie, Operation verbunden sind, und bei der Behandlung von Migräne verwendet werden.

Darüber hinaus sollte die maximal empfohlene Dosis bei Erwachsenen und Kindern eingeschränkt werden, und Tabletten mit einem höheren Metoclopramid-Gehalt sollten vom Markt genommen werden.

© arznei-news.de – Quelle: EMA, Juli 2013

Update 26.04.2014: Metoclopramidhaltige Arzneimittel: Umsetzung des Durchführungsbeschlusses der EU-Kommission

Das BfArM hat den Widerruf der Zulassung für metoclopramidhaltige Arzneimittel angeordnet. Die Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen und Hintergründe zum Durchführungsbeschluss der EU-Kommission zu metoclopramidhaltigen Arzneimitteln sind hier nachzulesen.





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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