Minocyclin bei Depressionen

Wirksam bei klinischer Depression

21.08.2017 In einer im Fachblatt Australian & New Zealand Journal of Psychiatry veröffentlichten Machbarkeitsstudie der Deakin Universität zeigte sich eine tägliche Dosis von Minocyclin – einem Breitband-Antibiotikum, das seit 1971 verschrieben wird; zusätzlich zur üblichen Behandlung verabreicht – vielversprechend bei der Behandlung von 71 Menschen mit klinischen Depressionen.

Das Forscherteam verglich die Effekte mit denen einer Kontrollgruppe, die ein Placebo einnahm.

Die Ergebnisse zeigten, dass die zusätzlich mit Minocyclin behandelten Patienten über eine verbesserte Leistungsfähigkeit und Lebensqualität berichteten.

Studienautorin Dr. Olivia Dean sagte, die Forschung habe einen einzigartigen „biologischen“ Ansatz zur Behandlung depressiver Symptome, die zukünftige Therapien beeinflussen könnte.

Es gäbe Hinweise darauf, dass Menschen mit schwerer depressiver Störung ein erhöhtes Entzündungsniveau im Körper hätten, sagte Dr. Dean.

Die Forscher nehmen an, dass Minocyclin auf biologische Faktoren, einschließlich Entzündungen, abzielt. Insbesondere verringerte Minocyclin die Hirnentzündung in Zellmodellen, und so wollten sie untersuchen, ob es bei Menschen hilfreich ist.

Sie stellten fest, dass das Antibiotikum zu signifikanten Verbesserungen bei Funktion, Lebensqualität, allgemeinem Erscheinungsbild der Krankheit und zu Verbesserungen bei Angstsymptomen führte.

Größere Studien sollten jetzt folgen.
© arznei-news.de – Quelle: Australian & New Zealand Journal of Psychiatry – DOI: 10.1177/0004867417709357, Juli 2017



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