Mirtazapin (Remergil)

AntidepressivaPsychopharmaka

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Wirkung, Indikation

Einordnung unter: Psychoanaleptika, Antidepressiva.

Der ATC-Code ist N06AX11

Wirkstoff und Freiname ist Mirtazapin.

Wirkung auf die Psyche: antidepressiv.

Dieses Psychopharmakon gehört zu den tetrazyklischen Antidepressiva (Tetrazyklika), andere Quellen zählen es zu den atypischen Antidepressiva.

Das Medikament ist zugelassen und wird verkauft in Österreich und Deutschland.

Das Arzneimittel ist bei depressiven Störungen indiziert.

Off-Label wird es auch bei generalisierter Angststörung, Sozialphobie, Panikattacken, Schmerzen, PTBS und Schlafproblemen eingesetzt.

Es zeigt auch Wirkung bei primär biliärer Cholangitis (PBC).

Mögliche Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:

  • Appetitzunahme,
  • Schwindel (Vertigo),
  • Müdigkeit/Schläfrigkeit,
  • Kopfschmerz,
  • Gewichtserhöhung,
  • den ganzen Körper betreffende oder lokale Schwellungen des Gewebes (Ödeme).

Selten bei Mirtazapin:

  • orthostatische Hypotonie,
  • Manie,
  • epileptische Anfälle,
  • Tremor,
  • Muskelzuckungen,
  • akute Knochenmarksdepression (Eosinophilie, Granulozytopenie, Agranulozytose, aplastische Anämie, Thrombozytopenie);
  • Leberwerterhöhung,
  • Exantheme,
  • Parästhesien,
  • Restless-Legs-Syndrom,
  • Gelenkschmerzen,
  • Muskelschmerzen,
  • Erschöpfung,
  • Alpträume/lebhafte Träume.

Sehr selten bei Mirtazapin: Serotonin-Syndrom.

Gegenanzeigen, Warnhinweise und Beschränkungen

Gegenanzeigen

Mirtazapin nicht anwenden bei: Auftreten von Symptomen einer Knochenmarkdepression. MAO-A-Hemmer (irreversible)-Einnahme – zwei Wochen Abstand erforderlich. Überempfindlichkeit gegen Mirtazapin oder einen der sonstigen Bestandteile.

Anwendungsbeschränkungen

Mirtazapin nur bedingt anwenden wenn: Diabetes mellitus, Elektrokrampftherapie während der vorausgegangenen Wochen, Epilepsie, Engwinkelglaukom, Fruktose-Intoleranz und Phenylketonurie auf Hilfsstoffe achten, Harnverhaltung, Herzerregungsleitungsstörung, vorausgegangener Herzinfarkt, Herzkrankheit, Angina pectoris, hirnorganisches Syndrom, Hypotonie, ältere Patienten und Personen unter 18 Jahren, Leberinsuffizienz, Miktionsstörung, Niereninsuffizienz, Prostatahyperplasie, bipolare Störung, Psychose, Schizophrenie, Wahn. Vorsicht: Verschlechterung möglich, Suizidalität.

In der Schwangerschaft: Sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung, wenn nicht sogar kontraindiziert.
Während der Stillzeit: kontraindiziert – vorher Abstillen.

Arzneimittelwechselwirkungen

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Nährstoffen, Lebensmittel etc., die bei der Einnahme der Präparate, die den Wirkstoff Mirtazapin enthalten, auftreten können und beachtet werden müssen:

  • Manie-Einzelbericht: Fluoxetin.
  • Neutropenie-wahrscheinlich erhöhtes Risiko: Deferipron.
  • Serotoninsyndrom: Moclobemid, Tranylcypromin, Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxaminhydrogenmaleat, Paroxetin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Sertralin, Venlafaxin.
  • verstärkte ZNS-dämpfende Wirkung: Alkohol, Alprazolam, Barbexaclon, Barbital, Barbiturate, Benzodiazepine, Bromazepam, Brotizolam, Camazepam, Chlordiazepoxid, Clobazam, Clonazepam, Clotiazepam, Cyclobarbital-Ca, Diazepam, Dikaliumclorazepat, Flunitrazepam, Flurazepam, Hypnotika, Ketazolam, Loprazolam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Metaclazepam, Methohexital-Natrium, Midazolam, Nitrazepam, Nordazepam, Oxazepam, Oxazolam, Pentobarbital, Phenobarbital, Prazepam, Propallylonal, Proxibarbal, Sedativa, Temazepam, Tetrazepam, Thiopental-Natrium, Triazolam, Vinylbital, Tranylcypromin.
  • wechselseitige Toxizitätssteigerung: Rasagilin.
  • ZNS-Toxizität: Rasagilin.

Handelsnamen

Medikamente, die den Wirkstoff Mirtazapin enthalten:

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