Montelukast (Singulair)

Montelukast (Handelsname Singulair) ist ein Leukotrien-Rezeptor-Antagonist (LTRA) für die Erhaltungstherapie bei Asthma, gegen Husten und gegen die Symptome saisonaler Allergien. Das Medikament ist als Tablette, Kautablette, Flash-Tablette und Granulat verfügbar. Es wird in der Regel einmal täglich mit oder ohne Nahrung eingenommen.

Phase I Studie zu degenerativen Erkrankungen gestartet

24.07.2016 IntelGenx hat eine Phase-1-Studie zu Montelukast gestartet, das als neues potentielles Medikament zur Behandlung von degenerativen Erkrankungen des Gehirns, wie leichte kognitive Beeinträchtigung und Alzheimer-Krankheit ausgewertet werden soll.

montelukastDie Ziele der Studie sollen demonstrieren:

  1. IntelGenxs Medikament bietet einen therapeutisch wirksamen Blutspiegel von Montelukast, und
  2. Montelukast überwindet die Blut-Hirn-Schranke, wenn es über IntelGenxs orales Filmprodukt eingenommen wird.

Frühere Forschungsarbeiten haben bereits zeigen können, dass das Anti-Asthma-Medikament strukturell und funktionell das gealterte Gehirn verjüngt.

IntelGenx erwartet Ergebnisse der Phase 1 Studie im September 2016. Nach dem Abschluss der Phase-1-Ergebnisse wird eine Phase-2-Studie initiiert werden, in der sich Patienten einschreiben können.
© arznei-news.de – Quelle: IntelGenx, Juli 2016

Erhöhte Risiken für Depressionen, aggressives Verhalten, Suizidgedanken, Albträume, Kopfschmerzen

22.09.2017 Montelukast (Markenname ist u.a. Singulair) scheint mit neuropsychiatrischen Nebenwirkungen, wie Depression, Aggression, Albträume und Kopfschmerzen verbunden zu sein laut einer Überprüfung, die in Pharmacology Research and Perspectives veröffentlicht wurde.

Die Forscher nutzten zwei Datenbanken, um zu sehen, wie weit verbreitet diese Nebenwirkungen bei Kindern und Erwachsenen unter Montelukast sind. Beide Datenbanken enthielten zusammen über 18.000 Berichte über unerwünschte Ereignisse nach der Einnahme von Montelukast.

Die Wahrscheinlichkeit für Depression war 6,93 mal höher bei Kindern und Erwachsenen bei Einnahme des Medikaments; für aggressives Verhalten war das Risiko 29,77 mal höher bei Kindern, die das Medikament nahmen, fanden die Forscher. Die Wahrscheinlichkeiten für Suizidgedanken, Albträume oder Kopfschmerzen waren 20,4-fach, 22,46-fach erhöht bzw. doppelt so hoch bei den mit diesem Medikament behandelten Erwachsenen und Kindern.
© arznei-news.de – Quelle: Pharmacology Research and Perspectives – DOI: 10.1002/prp2.341, Sept. 2017



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