Nebenwirkungen von Psychostimulanzien / Stimulanzien

Mögliche Nebenwirkungen

Alle Psychostimulantien haben selbstverständlich Nebenwirkungen und Gefahren. Von allen wird man auf Dauer abhängig. Einige Nebenwirkungen der Aufputschmittel sind:

  • erhöhter Blutdruck und Pulsfrequenz,
  • erweiterte Pupillen (damit einhergehendes schlechteres Sehen),
  • trockene Schleimhäute,
  • Unruhe,
  • Appetitlosigkeit,
  • abführende Wirkung,
  • Harnverhaltung,
  • Angstzustände,
  • möglicherweise besteht ein erhöhtes Schlaganfallrisiko,
  • Schlaflosigkeit.

Amphetamine sind stark suchtgefährdend. Gefahr einer Amphetaminpsychose.

Bei Dauerkonsum solcher Aufputschmittel sind als Nebenwirkungen oft Nervenschädigungen, schwere Konzentrationsprobleme, Knochenschwund, Verlust des Zahnschmelzes, Tod durch Überdosierungen, körperlicher und geistiger Zerfall, erhöhte Infektanfälligkeit und körperliche/geistige Schwäche anzutreffen.

Wenn geschnupft, können Amphetamine und Kokain Schleimhäute und Nasenscheidewand auflösen und zerstören. Da es oftmals unbekannt ist, womit Psychostimulantien gestreckt werden, ist es auch nicht möglich über Wirkungen und Nebenwirkungen Genaueres auszusagen.

Mögliche Nebenwirkung: Schlaganfall

03.04.2019 Eine im Journal of Forensic Sciences veröffentlichte Studie hat festgestellt, dass von 2009 bis 2016 fast ein Fünftel der 279 Fälle von tödlichen Schlaganfällen bei Erwachsenen im Alter von 15-44 Jahren auf Psychostimulanzien entfiel, von denen die meisten Hinweise auf die Einnahme unmittelbar vor dem tödlichen Schlaganfall hatten.

Methamphetamin in den meisten Fällen das Psychostimulans, das bei dieser Nebenwirkung involviert war. Die mittlere Methamphetaminkonzentration war ähnlich wie bei allen methamphetaminbedingten Todesfällen in Australien, aber weniger als die Hälfte der Todesfälle, waren ausschließlich auf die Methamphetamintoxizität zurückzuführen. Dies deutet darauf hin laut den Forschern um Shane Darke von der Universität New South Wales, Australia, dass hohe Konzentrationen nicht notwendig sind, um einen Methamphetamin-bezogenen Schlaganfall zu verursachen.

Fälle von hämorrhagischem Schlaganfall wurden auch mit anderen illegalen und legalen Psychostimulanzien dokumentiert. In keinem Fall waren Medikamente gegen Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen beteiligt (zum ausführlicheren Bericht über das Schlaganfall-Risiko).

© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of Forensic Sciences – https://dx.doi.org/10.1111/1556-4029.14056



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