Missbrauch von Stimulanzien (Aufputschmitteln)

Missbrauch von Psychostimulanzien: Keine kognitiven Verbesserungen, schwere Nebenwirkungen

Konsum von Aufputschmitteln bei Studenten

Ein neuer Leitartikel von kanadischen medizinischen Experten drängt Universitäten und Schulen dazu, mehr zu tun, um Schüler und junge Erwachsene vor den Gefahren des verbotenen Missbrauchs von Stimulanzien (Aufputschmitteln) zu schützen.

Verbesserung der Leistung

Schüler und Studenten benutzen Stimulanzien, um ihre Wachsamkeit, Lernleistungen und akademischen Leistungen zu verbessern. Aber die wahrgenommenen Nutzen sind fraglich.

Der Leitartikel ist im Canadian Medical Association Journal (CMAJ) erschienen.

Keine kognitiven Verbesserungen

Die überwiegende Mehrheit der Belege zeigt keine kognitiven Verbesserungen bei der Verwendung von Stimulanzien, wenn es mit Placebo bei gesunden Personen verglichen wird.

Zusammengefasst: Studenten, die denken: einfach eine Tablette einwerfen würde ihre Leistung oder Zensuren verbessern oder ihnen neue akademische Fähigkeiten geben, liegen völlig falsch, sagte Dr. Daniel Rosenfield, CMAJ Chefredakteur.

„Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten bzw. Psychopharmaka wie Methylphenidat (Ritalin) und Atomoxetin (Strattera) ist auf eine beunruhigende hohe Rate eingeschätzt worden, die sich von 5 Prozent bis zu 35 Prozent erstreckt. Ohne Intervention befinden sich manche unserer besten und hellsten Köpfe in grosser Gefahr“, sagen die Autoren.

Auch werden Psychostimulanzien oft inadäquat eingenommen (d.h. geschnupft oder injiziert), um ein „buzz“ oder ein schnelles Hoch zu bekommen.

Schwere Nebenwirkungen

Wenn Stimulanzien ohne medizinische Überwachung eingenommen werden, sind ungünstige klinische Wirkungen wie unregelmäßiger Herzschlag, Überdosis, Depression, Sucht und sogar der Tod möglich.

Die Autoren schliessen: Wie Doping im Sport sollte Missbrauch von Stimulanzien bei unseren besten und intelligentesten Köpfe dadurch der Glanz entzogen werden, dass er als betrügerisch oder als Drogenmissbrauch betrachtet wird – einfach und klar.
Quelle: Canadian Medical Association Journal, Sept. 2011





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

Schreiben Sie über Ihre Erfahrungen mit diesem Medikament. Aus Lesbarkeitsgründen bitte Komma, Punkt und Absatz setzen (keine persönlichen Angaben - wie Name, Anschrift etc).

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren