Nifedipin

Nifedipin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Calciumantagonisten; es ist ein Antihypertensivum und senkt den Blutdruck.

Nifedipin Kapseln 5mg/10mg Lieferengpass

28.11.2013 Das BfArM informiert über einen Lieferengpass bei Nifedipin Kapseln 5mg/10mg der Firma STADApharm GmbH.

Nifedipin Kapseln 5mg/10mg

Die Firma Teofarma S.r.l. berichtet (26. November 2013), dass es bei dem Arzneimittel

  • Nifedipin 5mg Kapseln 20 Stk. mit der Pharmazentralnummer: 3127161;
  • Nifedipin 5mg Kapseln 50 Stk. mit der Pharmazentralnummer: 3127178;
  • Nifedipin 5mg Kapseln 100 Stk. mit der Pharmazentralnummer: 3127184;
  • Nifedipin 10mg Kapseln 20 Stk. mit der Pharmazentralnummer: 3127209

aufgrund von Lieferantenproblemen zu einem voraussichtlichen Lieferengpass bis Ende 2013 kommt.

Die aktive Substanz ist Nifedipin.

Die Firma STADApharm GmbH verweist nicht auf Alternativen (Kontakt-Telefonnr.: 06101 603-460).

© arznei-news.de – Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, August 2013

Herzmedikament kann Risiko für plötzlichen Herzstillstand erhöhen

19.03.2019 Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass das häufig verwendete Medikament gegen Bluthochdruck und Angina (Brustschmerzen) – Nifedipin – mit einem erhöhten Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand verbunden ist.

Die Ergebnisse der Studie wurden auf dem Meeting der European Heart Rhythm Association (EHRA) 2019 vorgestellt.

Es wurde untersucht, ob Nifedipin und Amlodipin – zwei der weit verbreiteten Dihydropyridine zur Behandlung von Bluthochdruck und Angina – eine Rolle bei der Entstehung eines außerklinischen Herzstillstands spielen.

Die am häufigsten verwendeten Dosen von Nifedipin in der Untersuchung waren 30mg und 60mg, während es 5mg und 10mg Dosen für Amlodipin waren.

Außerklinischer Herzstillstand

In die Studie wurden Patienten mit einem außerklinischen Herzstillstand aufgrund von Kammerflimmern/Tachykardie sowie bis zu fünf Kontrollen pro Patient aufgenommen, die auf Alter und Geschlecht abgestimmt waren.

Die Analyse wurde unter Verwendung von Daten aus dem niederländischen Amsterdam Resuscitation Studies Register (ARREST, 2005-2011) durchgeführt und durch das Danish Cardiac Arrest Registry (DANCAR, 2001-2014) bestätigt, die beide Teil der ESCAPE-NET-Studie waren.

Insgesamt umfasste ESCAPE-NET 2.503 Patienten und 10.543 Kontrollen in der ARREST-Analyse und 8.101 Patienten und 40.505 Kontrollen in der DANCAR-Analyse.

Laut den Studienergebnissen war der aktuelle Einsatz von Nifedipin mit einer hohen Dosis von 60 mg/Tag oder mehr, aber nicht mit einer niedrigeren Dosis, weniger als 60 mg/Tag, signifikant mit einem erhöhten Risiko eines außerklinischen Herzstillstands im Vergleich zur Nichtverwendung von Dihydropyridinen verbunden. Das Quotenverhältnis wurde mit 1,5 in ARREST und 2,0 in DANCAR angegeben.

Es wurde auch festgestellt, dass Nifedipin in hoher Dosis eine Rolle bei der Erhöhung des Risikos eines außerklinischen Herzstillstands im Vergleich zu allen Dosen von Amlodipin spielte. Die Quotenverhältnisse in ARREST lagen bei 2,3 und in DANCAR bei 2,2.

Die Studie fand kein Risiko im Zusammenhang mit Amlodipin. Laut EHRA funktionieren Dihydropyridine, indem sie Kalziumkanäle vom Typ L blockieren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: European Society of Cardiology



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