Nintedanib plus Sildenafil

Einsatz der Kombination bei idiopathischer Lungenfibrose (IPF) mit schweren Beeinträchtigungen des Gasaustauschs

16.09.2018 Boehringer Ingelheim: Die Ergebnisse der INSTAGE-Studie zur Kombination Nintedanib (Handelsname Ofev) / Sildenafil wurden auf der Konferenz der European Respiratory Society (ERS) 2018 in Paris vorgestellt und im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Die Studie berichtet über klinische Daten einer Untergruppe von Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose (IPF) und schweren Beeinträchtigungen des Gasaustauschs, für die nur begrenzte Daten vorliegen.

Die Daten deuten darauf hin, dass die Wirksamkeits- und Sicherheitsprofile von Nintedanib in INSTAGE mit den Profilen übereinstimmten, die bei Patienten mit weniger fortgeschrittenen Erkrankungen in den INPULSIS- und TOMORROW-Studien beobachtet wurden.

Studie INSTAGE

INSTAGE wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Nintedanib plus Sildenafil vs. Nintedanib-Monotherapie bei Patienten mit IPF und stark beeinträchtigtem Gasaustausch zu untersuchen (DLco ≤ 35% vorhergesagt), die von früheren Studien weitgehend ausgeschlossen wurden. Daher liefert INSTAGE wichtige klinische Erkenntnisse über diese Kohorte. INSTAGE war eine randomisierte, doppelblinde, parallele Gruppenstudie mit insgesamt 274 Patienten.

Vergleich

Die Studie kam zu dem Schluss, dass die Zugabe von Sildenafil zu Nintedanib keine signifikante Verbesserung der Veränderung gegenüber dem Ausgangswert des SGRQ-Gesamtergebnisses in Woche 12 (primärer Endpunkt) im Vergleich zur Nintedanib-Therapie allein brachte.

Forcierte Vitalkapazität (FVC)

In der INSTAGE-Studie betrug die Veränderung des FVC von der Basislinie bis 12 bzw. 24 Wochen bei Patienten, die allein mit Nintedanib behandelt wurden, -25,5 bzw. -58,2 mL.

Dies ist ein sehr guter Vergleich mit den Veränderungen des FVC in den Phase-III-INPULSIS-Studien, schreibt Boehringer Ingelheim. Obwohl die Studie keine statistische Signifikanz in Bezug auf den primären Endpunkt erreicht hat und die oben beschriebenen Ergebnisse als explorativ gelten, liefern sie klinisch relevante neue Informationen, schreibt das Unternehmen.

Sicherheit, Nebenwirkungen

Es wurden keine neuen Sicherheitssignale identifiziert. Der Anteil der Patienten, die Nintedanib reduzierten oder unterbrochen haben, um unerwünschte Ereignisse zu bewältigen, oder die Nintedanib wegen unerwünschter Ereignisse vorzeitig abgesetzt haben, war ähnlich wie in den INPULSIS-Studien. Durchfall war die häufigste Nebenwirkung.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Boehringer Ingelheim; New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa1811737