Olezarsen bei Hypertriglyceridämie

Olezarsen zur Behandlung von Hypertriglyceridämie bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko

Olezarsen bei Hypertriglyceridämie

08.04.2024 Hypertriglyceridämie, d. h. hohe Lipidwerte (Fette) im Blut, erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und akute Pankreatitis. Die derzeit verfügbaren Medikamente, darunter Statine, Ezetimib, Fibrate und verschreibungspflichtige Omega-3-Fettsäuren, senken die Triglyzeridwerte in der Regel um weniger als 10 % bis zu 40 %. Diese Therapien sind hilfreich, reichen aber nicht aus, um kardiovaskuläre Ereignisse bei allen Menschen zu verhindern, schreiben Autoren einer aktuellen im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Eine neuer Wirkstoff namens Olezarsen könnte die Triglyceride im Blut noch weiter senken, so das Ergebnis einer placebokontrollierten Doppelblindstudie unter der Leitung von Forschern des Brigham and Women’s Hospital.

Die Studie

In der Studie wurden 154 Erwachsene, die eine lipidsenkende Therapie mit mäßiger oder schwerer Hypertriglyceridämie erhielten, randomisiert und erhielten entweder 50 mg Olezarsen, 80 mg Olezarsen oder Placebo. Olezarsen ist ein Antisense-Oligonukleotid, das APOC3 hemmt, ein Gen, das mit höheren Triglyceridwerten in Verbindung gebracht wird, indem es auf seine mRNA abzielt.

Das Medikament wurde subkutan über einen Zeitraum von einem Jahr alle vier Wochen verabreicht.
Olezarsen senkte den Triglyceridspiegel um 49 % bei der 50-mg-Dosis und um 53 % bei der 80-mg-Dosis, verglichen mit Placebo. Das experimentelle Medikament senkte auch Apolipoprotein B und Nicht-HDL-Cholesterin, die für die Plaquebildung wichtig sind, um 18 bis 18,5 % bzw. 23 bis 25 %.

Zwar sind größere und längerfristige Studien erforderlich, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Olezarsen bei der Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen weiter zu bewerten, doch eröffnen die Forschungsergebnisse neue Wege zur Verbesserung der Gesundheit von Menschen mit hohem kardiovaskulärem Risiko, schreiben die Autoren.

„Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die gezielte Beeinflussung der APOC3-mRNA ein vielversprechender neuer Weg zur Senkung der Triglyceride und zur potenziellen Verringerung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos ist“, sagte Studienautor Dr. Brian Bergmark.

© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – DOI 10.1056/NEJMoa2402309 

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