Omacetaxin (Synribo)

Krebs-Therapie – Krebs-Medikamente

Omacetaxin ist ein Medikament, welches bei chronischer myeloischer Leukämie eingesetzt wird. Handelsname: Synribo.

FDA genehmigt Omacetaxin bei chronischer myeloischer Leukämie

Die U.S. Food and Drug Administration genehmigt Synribo (Wirkstoff Omacetaxin-Mepesuccinat) für die Behandlung von Erwachsenen mit chronischer myeloischer Leukämie (CML – Blut und Knochenmarkskrankheit).

Chronische myeloische Leukämie

Injektion
Injektion (Symbol)

Geschätzte 5.430 Leute werden im Jahr 2012 mit chronischer myeloischer Leukämie laut National Institutes of Health allein in den USA diagnostiziert werden; in Deutschland sind es ca. 1.700 Neuerkrankungen pro Jahr.

Synribo soll bei Patienten zum Einsatz kommen, deren Krebs weiter fortgeschritten ist nach der Behandlung mit mindestens zwei Medikamenten einer Klasse, Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) genannt, die auch verwendet werden, um CML zu behandeln.

Wirkung und Einsatz von Omacetaxin

Omacetaxin blockiert bestimmte Proteine, die die Entwicklung von krebsartigen Zellen fördern. Es wird unter die Haut (subkutan) zweimal täglich 14 aufeinander folgende Tage über einen 28-tägigen Zyklus injiziert, bis sich die Anzahl der weißen Blutkörperchen normalisieren. Synribo wird dann zweimal täglich sieben aufeinander folgende Tage über einen 28-tägigen Zyklus verwendet, solange die Patienten klinisch von der Therapie zu profitieren.

Nebenwirkungen von Omacetaxin

Die häufigsten Nebenwirkungen von Omacetaxin, über die während klinischer Studien berichtet wurden, sind:

  • niedrige Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie),
  • niedrige Anzahl roter Blutzellen (Anämie),
  • Verminderung infektionsbekämpfender weißer Blutzellen (Neutropenie), was zu Infektionen und Fieber (fiebriger Neutropenie) führen kann,
  • Durchfall,
  • Übelkeit,
  • Schwäche und Erschöpfung,
  • Reaktionen an der Einstichstelle und
  • Verminderung der Anzahl von Lymphozyten im Blut (Lymphopenie).

Synribo wird von Frazer, Teva Pharmaceuticals vermarktet.

© arznei-news.de – Quelle: U.S. Food and Drug Administration, Okt. 2012





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