Ondansetron (Zofran)

Antiemetika

Ondansetron ist ein Medikament, genauer Antiemetikum, das gegen Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird. Handelsnamen sind: Axisetron, Bekinda, Cellondan, Ondansan, Zofran, Zotrix. ATC-Kodierung – A04AA01: A — Alimentäres System und Stoffwechsel, A04 — Antiemetika und Mittel gegen Übelkeit, A04AA — Serotonin-5HT3-Antagonisten.

Dosisabhängige Verlängerung des QTc-Intervalls

GlaxoSmithKline hat wichtige Warnhinweise zu Nebenwirkungen und Kontraindikationen zum Medikament Ondansetron (Handelsname Zofran) herausgegeben.

Warnhinweise zu Ondansetron

Ondansetron

Ondansetron (Zofran)

Danach sollen folgende Informationen von medizinischen Fachpersonals hinsichtlich Ondansetron beachtet werden:

  • Eine einzelne Dosis intravenös verabreichtes Ondansetron zur Vorbeugung von durch Chemotherapie hervorgerufener Übelkeit und Erbrechen bei erwachsenen Patienten darf nicht 16 mg (infundiert über mindestens 15 Minuten) überschreiten.
  • Nebenwirkung: Ondansetron verlängert dosisabhängig das frequenzkorrigierte QT-Intervall (QTc) im
    Elektrokardiogramm. Es kann dadurch zu Torsade de Pointes.
  • Kontraindikation: Zofran und Co. sollten nicht bei Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom angewandt werden.
  • Vorsicht bei der Anwendung von Ondansetron bei Patienten, die ein verlängertes QT-Intervall oder Herzrhythmusstörungen entwickeln können, sollte Ondansetron mit Vorsicht angewendet werden.
  • Wechselwirkungen: Vorsicht, wenn Ondansetron mit Zytostatika oder anderen QT-Intervall verlängernden Arzneimitteln verabreicht wird.

Hinweise auf Nebenwirkungen

Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen bzw. unerwünschte Wirkungen bei Zofran bzw. Ondansetron sollten an:

GlaxoSmithKline Informations- & Service-Center,
Tel.: 0800 1 22 33 55

weitergegeben werden.

© arznei-news.de – Quelle: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

Zofran, Dosis 32mg (GlaxoSmithKline) wird vom Markt genommen

Die 32-mg Dosis von Zofran mit dem Wirkstoff Ondansetron wird nicht mehr vermarktet wegen des Potenzials für schwere Herzrisiken laut der FDA.

Indikation

Ondansetron Hydrochlorid (Zofran, GlaxoSmithKline) wurde angewendet, um chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen zu verhindern.

Risiko für QT-Intervallverlängerung

Ondansetron

Ondansetron (Zofran)

Die Food and Drug Administration der USA (FDA) veröffentlichte einen Medikamenten-Sicherheitshinweis im Juni aus, der Kliniker dazu aufforderte, auf Grund des Risikos für QT-Intervallverlängerung, die einzelne iv Dosis 32-mg zu verwenden.

QT-Intervallverlängerung kann zu Torsades de Pointes führen, ein potenziell tödlicher Herzrhythmus.

Diese Dosen – die vorgemischt in Lösungen entweder mit Natriumchlorid oder Dextrose verkauft werden – werden vom Markt genommen, voraussichtlich Anfang 2013 laut einer FDA Pressemitteilung.

© arznei-news.de – Quelle: FDA, Dez. 2012

Kein Hinweis auf Verbindung mit Geburtsfehlern

10.05.2016 Es wurden keine Hinweise darauf gefunden, dass das Antiemetikum Zofran zu einem erhöhten Risiko für Geburtsfehler führt.

Tatsächlich scheinen Frauen mit der Bedingung unter Ondansetron weniger Fehlgeburten und Schwangerschaftsabbrüche und höhere Lebendgeburtenraten zu haben als Frauen mit extremer morgendliche Übelkeit, die das Medikament nicht nehmen laut den Forschern.

Die in der Zeitschrift Reproductive Toxicology veröffentlichte retrospektive Studie der University of California, Los Angeles, analysierte die Daten von 1.070 Schwangerschaften unter Zofran im Vergleich zu zwei Kontrollgruppen: 771 Schwangerschaften mit extremer Morgenübelkeit bzw. Hyperemesis gravidarum (HG) ohne Zofran-Exposition und 1.555 Schwangerschaften ohne HG und ohne Zofran-Exposition.

Die Forscher stellten fest, dass nicht Ondansetron – sondern möglicherweise die extreme Morgenübelkeit – die Ursache für ein leicht erhöhtes Risiko einiger Geburtsdefekte ist.
© arznei-news.de – Quelle: University of California, Los Angeles, Reproductive Toxicology, DOI: 10.1016/j.reprotox.2016.04.027, Mai 2016



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