Spiolto Respimat

Boehringer COPD-Kombination in Europa zugelassen

02.07.2015 Boehringer Ingelheims Lungenmedikament Spiolto wurde in den ersten europäischen Ländern, darunter auch Österreich, für die Behandlung von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) genehmigt. Die Genehmigungen für die weiteren europäischen Länder erfolgen wohl in den nächsten Monaten.

Es wird als Nachfolger des Medikaments Spiriva (Tiotropium) angepriesen.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Mit Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (englisch chronic obstructive pulmonary disease, Abkürzung: COPD) ist eine Gruppe von Lungenerkrankungen gemeint, die durch Husten, stärkeren Auswurf und Atemnot unter Belastung charakerisiert sind. In Deutschland sind schätzungsweise etwa drei bis fünf Millionen von dieser Erkrankung betroffen.

Das Medikament kombiniert Spiriva, einen langwirksamen Muskarin-Antagonisten (LAMA), mit dem langwirksamen β2-adrenergen Agonisten (LABA) Olodaterol (Markenname Striverdi). Es wird durch den Respimat-Inhalator verabreicht.

Es wurde von der FDA im Mai und nun in neun europäischen Ländern genehmigt: Großbritannien, Irland, Kroatien, Slowakei, Dänemark, Norwegen, Österreich, Rumänien und Spanien.

Die Zulassung basiert auf Studien, die das Medikament im Vergleich zu Spiriva getestet haben. Spiolto führte zu einer „signifikanten“ Verbesserung der Lungenfunktion, wobei es zu einer Verdoppelung der Lungenfunktion bei Patienten kam, die zuvor keine Erhaltungstherapie bekommen hatten (148ml vs. 72ml).

Weiter wurde eine Verringerung der Atemnot und ein reduzierter Einsatz von Notfallmedikamenten bei den Patienten festgestellt.
Es berichteten mehr Patienten über spürbare Verbesserungen der Lebensqualität (57,5% vs 48,7%). Und Spiolto Respimat wurde gut toleriert mit einem ähnlichem Sicherheitsprofil wie Tiotropium oder Olodaterol allein.
© arznei-news.de – Quelle: Boehringer Ingelheim, Juni 2015

Phase IIIb zeigt Verbesserung der Lebensqualität

18.08.2015 Neue Daten zu Boehringer Ingelheim Kombinationsmedikament Spiolto (Tiotropium/Olodaterol) Respimat zeigen „konsistente, klinisch bedeutsame Verbesserungen“ in der Lebensqualität bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).

Nach den Ergebnissen der Phase-IIIb OTEMTO 1 & 2-Studien veröffentlicht in der Zeitschrift Respiratory Medicine, reduziert die Behandlung deutlich den SGRQ-Score – ein Standardmaß zur Messung der Lebensqualität bei COPD-Patienten – um 4,67 im Vergleich zum Placebo.

Diese Verbesserung „könnte einen spürbaren Unterschied im täglichen Leben von COPD-Patienten ausmachen und es ihnen ermöglichen, ein unabhängiges Leben zu führen“, erklärte Dave Singh, Professor für klinische Pharmakologie und Beatmungsmedizin, University of Manchester und leitender Untersuchungsarzt der Studien.

Spiolto Respimat zeigte auch klinisch bedeutsame Verbesserungen bei der Atemnot im Vergleich zu Placebo, konsequente Verbesserungen der Lungenfunktion, Atemnot und Lebensqualität und ein ähnliches Sicherheitsprofil im Vergleich zu Spiriva, sagte das Unternehmen.
© arznei-news.de – Quelle: Boehringer Ingelheim, August 2015

Deutliche Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit

05.09.2016 Boehringer Ingelheim hat die ersten Ergebnisse aus der Phase-III-Studie PHYSACTO veröffentlicht, in der Spiolto (Tiotropium + Olodaterol) Respimat in Kombination mit Bewegungstraining die körperliche Leistungsfähigkeit bei Menschen mit COPD verbesserte im Vergleich zu Placebo.

Nach acht Wochen Behandlung mit Tiotropium + Olodaterol Respimat plus Training der körperlichen Leistungsfähigkeit zeigten die Teilnehmer mit mittelschwerer bis schwerer COPD eine signifikante Erhöhung der physischen Leistungsfähigkeit um 45,8 Prozent im Vergleich zur Placebogruppe ohne körperliches Training (356 vs. 244 Sekunden Gehen).

Weiterhin zeigten die Befunde, dass es auch ohne körperliches Training zu einer deutlichen Verbesserung (29,2 Prozent) bei der körperlichen Leistungsfähigkeit im Spiolto-Respimat-Arm im Vergleich zu Placebo (315 vs. 244 Sekunden) kam. Die Leistungsfähigkeit wurde gemessen anhand der Zeit, die COPD-Patienten brauchten, um eine bestimmte Strecke zu Fuß zu gehen.

Darüber reduzierte Tiotropium + Olodaterol Respimat die Kurzatmigkeit (Dyspnoe) – in Verbindung mit körperlicher Aktivität auftretend – im Vergleich zu Placebo.
© arznei-news.de – Quelle: Boehringer Ingelheim, Sept. 2016

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