Opioidabhängigkeit / Opioidsucht

Opiatabhängigkeit (auch als Opioidsucht bezeichnet) ist die Bezeichnung für eine anhaltende Einnahme von Opioiden (als Schmerzmittel), ungeachtet negativer körperlicher, psychischer und sozialer Folgen, sowie durch das Auftreten von Entzugserscheinungen, wenn die Opioide nicht erneut eingenommen werden (s.a. Opioidmissbrauch).

News

  • 04.04.2021 Opioidabhängigkeit: Zusammenhang zwischen der Verschreibung von Benzodiazepinen oder Z-Drugs und medikamentenbedingten Intoxikationen bei mit Buprenorphin behandelten Patienten … zum Artikel
  • 05.06.2019 Alzheimer-Medikament könnte Opioidabhängigen helfen … zum Artikel
  • 19.10.2017 Naltrexon bei der Opioidentgiftung: Formulierung mit verlängerter Freisetzung vielversprechend bei Opioidabhängigkeit … zum Artikel
  • Sept. 2010 Risikofaktoren für Opioid-Schmerzmittelsucht

Liste der Medikamente, die bei Opioidabhängigkeit eingesetzt werden

Risikofaktoren für Opioid-Schmerzmittelsucht

Das Rätsel, warum einige Menschen eher von Opioid-Schmerzmitteln abhängig werden, ist teilweise vom Geisinger Health System in Pennsylvanien enträtselt worden.

Die Studie erschien in der Septemberausgabe der Zeitschrift Addiction.

Die Forscher stellten fest, dass die Gruppe, die am anfälligsten für eine Opioid-Abhängigkeit ist, vier Hauptrisikofaktoren gemein hat:

Die Risikofaktoren

  • Alter (jünger als 65);
  • eine (frühere) Depression;
  • vorheriger Drogenmissbrauch;
  • und die Verwendung von psychiatrischen Medikamenten (Psychopharmaka).

Die Raten der Schmerzmittelabhängigkeit unter Patienten mit diesen Faktoren sind 26 Prozent höher.

Für die Studie interviewten sie 705 Patienten mit Rückenschmerzen (die Opioid-Schmerzmittel – einer Medikamentengruppe, die solche Narkotika wie Morphium und Kodein einschließt – verschrieben bekamen) und analysierten deren DNS, und beobachteten sie für mehr als 90 Tage.

Opioid-Sucht und das Chromosom 15

Die Forscher untersuchten auch ein Gen auf Chromosom 15, das mit Alkoholismus, Kokainabhängigkeit und Nikotinsucht verbunden worden ist. Die Daten zeigten, dass DNS-Mutationen mit einer Genhäufung auf Chromosom 15 auch mit Opioid-Sucht verbunden werden kann.

Diese Befunde zeigen, dass Patienten mit vorher vorhandenen Risikofaktoren wahrscheinlicher von Schmerzmitteln abhängig werden, und dass dies Grundlage für weitere klinische Evaluation schafft, sagte Joseph Boscarino, Epidemiologe und Senior-Forscher vom Geisinger’s Center for Health Research in einer Gesundheitssystempressemitteilung.

Durch Untersuchung der Patienten mit chronischen Schmerzen und diesen Risikofaktoren vor dem Verordnen von Schmerzmitteln werden Ärzte besser in der Lage sein, den Schmerz ihrer Patienten ohne das Potential für eine zukünftige Sucht behandeln können, fügte er hinzu.

Boscarino und Kollegen sagten auch, dass dieselben Risikofaktoren das Risiko für Drogensucht bei Patienten ohne chronische Schmerzen erhöhen können.
Quelle: Addiction, Sept. 2010





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

Schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen mit diesem Medikament. Aus Lesbarkeitsgründen bitte Komma, Punkt und Absatz setzen (keine persönlichen Angaben - wie Name, Anschrift etc).

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren