Pembrolizumab (Keytruda) – NSCLC

Einsatz des Medikamentes bei (s. dort): Hodgkin-Lymphom, B-Zell-Lymphom, Melanom – Schwarzer Hautkrebs, Blasenkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs (Kolorektalkarzinom), Leberkrebs, hepatozelluläres Karzinom, Lungenkrebs (NSCLC), Kopf- und Halskrebs, Mesotheliom, Magenkrebs, Magenkarzinom, Nierenzellkarzinom, Prostatakrebs, Speiseröhrenkrebs, Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

Keynote-010: Verbessert Überleben bei PD-L1 exprimierendem NSCLC

24.12.2015 MSD hat Ergebnisse aus der Phase 2/3 KEYNOTE-010 Studie veröffentlicht, nach denen Keytruda bei Patienten mit zuvor behandeltem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) das Überleben verbessert.

KEYNOTE-010

KEYNOTE-010 ist die erste Studie ihrer Art, die das Potenzial eines Immuntherapeutikums im Vergleich zur Chemotherapie basierend auf der prospektiven Messung der PD-L1 (programmierter Tod Rezeptor-Ligand-1) Expression bei Patienten mit NSCLC bewertet. In der Studie verbesserte der Wirkstoff Pembrolizumab das Gesamtüberleben (OS) deutlich im Vergleich zu Chemotherapie bei Patienten mit allen Niveaus der PD-L1 Expression, defininiert durch einen Tumor-Proportion-Score (TPS) von 1% oder mehr.

In der KEYNOTE-010 Studie wurden 1.034 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC mit PD-L1-Expression (TPS von 1% oder mehr) behandelt. Ähnliche Ergebnisse wurden bei Patienten beobachtet, die Keytruda Dosen von 2 mg / kg alle drei Wochen oder 10 mg / kg alle drei Wochen erhielten. Beide Patienten-Gruppen wurden mit Patienten verglichen, die Docetaxel erhielten.

Gesamtüberleben in Keynote-010

In der Studiengesamtpopulation (alle PD-L1-Expressionsniveaus) verbesserten beide Pembrolizumab-Dosen signifikant das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich mit Docetaxel behandelten Patienten. Insbesondere führte Keytruda zu einer Verbesserung von 29% beim OS durch die 2 mg / kg Dosis und einer Verbesserung um 39% beim OS durch die 10 mg / kg Dosis verglichen mit Docetaxel. Die geschätzten 1-Jahres-OS Raten betrugen 43,2% und 52,3% im Vergleich zu 34,6% für Docetaxel. Das mediane OS betrug 10,4 Monate bzw. 12,7 Monate im Vergleich zu 8,5 Monaten bei Docetaxel.

Hohes Expressionsniveau von PD-L1

Bei den Patienten mit einem höheren PD-L1-Expressionsniveau waren beide Dosen beim OS Docetaxel überlegen. Insbesondere verbesserte Keytruda das OS um 46% für die 2 mg / kg-Dosis und um 50% für die 10-mg / kg-Dosis verglichen mit Docetaxel. Das mediane OS für Keytruda (2 mg / kg und 10 mg / kg) betrug 14,9 Monate bzw. 17,3 Monate gegenüber 8,2 Monate für Docetaxel.

Progressionsfreies Überleben

In der gesamten Studienpopulation verlängerte Pembrolizumab das progressionsfreie Überleben (PFS) in beiden Dosierungen, auch wenn eine statistische Signifikanz nicht erreicht wurde.

Patienten mit höheren Leveln der PD-L1-Expression hatten ein deutlich längeres PFS im Vergleich zu Docetaxel. Es betrug bei 2 mg / kg bzw. 10 mg / kg 5,0 Monate bzw. 5,2 Monate (Median) gegenüber 4,1 Monate unter Docetaxel.

Die Sicherheit war dem früherer Studien mit fortgeschrittenen Lungenkrebs-Patienten ähnlich.
© arznei-news.de – Quelle: MSD, Dez. 2015

NSCLC: Phase-III-Daten unterstützen Erstlinientherapie

17.06.2016 MSD/Mercks Keytruda hat die primären Ziele in einer Phase-III-Studie erreicht, die Sicherheit und Wirksamkeit bei Patienten mit nicht vorbehandeltem Lungenkrebs untersuchte, wodurch die Verwendung als Erstlinientherapie gestützt wird.

Ein unabhängiges Data Monitoring Committee hat empfohlen, dass die Studie gestoppt werden sollte, und dass die Patienten im Placebo-Arm die Möglichkeit der Behandlung mit Pembrolizumab erhalten sollten, nachdem das Medikament sowohl progressionsfreies Überleben (PFS) als auch das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zur Chemotherapie verbesserte.

KEYNOTE-024

KEYNOTE-024 ist eine randomisierte, zentrale Phase-3-Studie (ClinicalTrials.gov, NCT02142738) zur Auswertung von Pembrolizumab als Monotherapie im Vergleich zur Standardbehandlung (SOC) Platin-basierten Chemotherapien bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC.

Die Patienten waren zuvor nicht mit einer systemischen Chemotherapie wegen ihrer fortgeschrittenen Erkrankung behandelt worden, und ihre Tumoren exprimierten ein hohes Maß an PD-L1. 305 Patienten erhielten entweder Keytruda (200 mg alle drei Wochen) oder SOC Platin-basierte Chemotherapien: Paclitaxel + Carboplatin, Pemetrexed + Carboplatin, Pemetrexed + Cisplatin, Gemcitabin + Carboplatin oder Gemcitabin + Cisplatin.

Detaillierte Ergebnisse wurden noch nicht bekanntgegeben.
© arznei-news.de – Quelle: MSD/Merck, Juni 2016

Update zu Keynote-24

21.11.2016 Keytruda war der Standard-Therapie mit Chemotherapeutika in allen Wirksamkeitskriterien überlegen. Die mit Pembrolizumab behandelten Patienten lebten insgesamt länger, zeigten über längere Zeit kein Fortschreiten der Erkrankung und hatten zudem weniger schwere Nebenwirkungen. Auch sprach ihr Lungenkrebs besser und länger auf die Antikörpertherapie an als auf die Chemo-Standardbehandlung. Unerwünschte das Immunsystem betreffende Arzneimittelwirkungen traten dagegen etwas häufiger auf.
© arznei-news.de – Quelle: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa1606774, Nov. 2016

IQWiG: Anhaltspunkt für beträchtlichen Zusatznutzen bei NSCLC

15.05.2017 Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sieht in dem Medikament Keytruda (Wirkstoff Pembrolizumab) einen beträchtlichen Zusatznutzen bei der Behandlung von nicht kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC).

Die Analyse der Daten aus der Studie KEYNOTE 024, in der das Medikament mit einer Cisplatin- oder Carboplatin-basierten Kombinations-Chemotherapie verglichen wurde, ergab für die „Erstlinienbehandlung von Patientinnen und Patienten mit metastasierendem NSCLC mit PD-L1 exprimierenden Tumoren ohne aktivierende EGFR- und ALK-Mutationen einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen“.
© arznei-news.de – Quelle: IQWiG, Mai 2017

KEYNOTE-042 – Gesamtüberlebenszeit bei lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs

10.04.2018 MSDs Keytruda (Pembrolizumab) hat die Gesamtüberlebenszeit bei Patienten mit Lungenkrebs signifikant erhöht, wenn es als Monotherapie in der Erstlinientherapie eingesetzt wird, was den Behandlungsumfang des Medikaments signifikant erhöhen könnte.

Die Phase-III-Studie KEYNOTE-042 untersuchte die Anti-PD-1-Therapie bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC).

Eine Zwischenanalyse ergab, dass die Behandlung mit Keytruda bei Patienten mit einem PD-L1-Tumorprozentsatz (TPS) von ≥ 1 Prozent zu einer signifikant längeren Gesamtüberlebenszeit führte als eine platinbasierte Chemotherapie.

Keytruda ist nach wie vor die einzige Anti-PD-1-Behandlung, die als Monotherapie für NSCLC in der Erstlinientherapie zugelassen ist, obwohl die Erstzulassung für den Einsatz bei Patienten mit einem TPS von mehr als 50 Prozent erfolgte. Eine Ausweitung der Indikation auf Patienten mit einem beliebigen Grad an PD-L1-Expression würde somit die Zielpopulation erheblich erweitern.

Die Studie wird weiterhin das progressionsfreie Überleben (PFS) – einen sekundären Endpunkt – evaluieren, und die Studienergebnisse werden den Zulassungsbehörden weltweit vorgelegt, schreibt das Unternehmen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: MSD

Metastasierender nicht-squamöser NSCLC – Kombination mit Chemotherapie

17.04.2018 Bei metastasierendem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) ist die zusätzliche Gabe von Pembrolizumab zur Standard-Chemotherapie von Vorteil laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Leena Gandhi vom NYU Perlmutter Cancer Center in New York City und Kollegen randomisierten 616 Patienten mit metastasierendem nicht-squamösen NSCLC, ohne Sensibilisierung der EGFR- oder ALK-Mutationen, auf Pemetrexed und ein Medikament auf Platinbasis plus entweder 200 mg Keytruda oder Placebo.

Die Forscher beobachteten nach 12 Monaten eine Gesamtüberlebensrate in der Pembrolizumab-Kombinationsgruppe von 69,2 bzw. 49,4 Prozent in der Placebo-Kombinationsgruppe (Hazard Ratio für Tod 0,49).
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa1801005

Schreiben Sie uns >> hier << über Ihre Erfahrungen und lesen Sie die Erfahrungsberichte / Kommentare zu diesem Medikament.