Pemphigus vulgaris (Blasensucht): Rituximab oder Mycophenolat-Mofetil?

24.05.2021 Bei Patienten mit Pemphigus vulgaris (auch Blasensucht genannt) ist Rituximab (Handelsname ist MabThera, s.a. Rituximab (MabThera) bei Pemphigus vulgaris) im Hinblick auf die Erzielung einer anhaltenden Komplettremission nach 52 Wochen Mycophenolat-Mofetil überlegen. Dies geht aus einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie hervor.

Dr. Victoria P. Werth von der University of Pennsylvania in Philadelphia und Kollegen teilten Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Pemphigus vulgaris nach dem Zufallsprinzip entweder einer Behandlung mit intravenösem Rituximab oder oralem Mycophenolat-Mofetil in einem Verhältnis von 1:1 zu (67 bzw. 68 Patienten), zusätzlich zu einem oralen Glukokortikoid, das in beiden Gruppen nach dem gleichen Behandlungsschema verabreicht wurde.

Aktivitätswerte des Pemphigus Disease Area Index

Die Forscher fanden heraus, dass die medianen Aktivitätswerte des Pemphigus Disease Area Index bei Studienbeginn 22,9 in der Rituximab- bzw. 18,3 in der Mycophenolat-Mofetil-Gruppe betrugen. Eine anhaltende komplette Remission wurde bei 40 bzw. 10 Prozent der Patienten in der Rituximab- / Mycophenolatmofetil-Gruppe in Woche 52 beobachtet.

Während des 52-wöchigen Behandlungszeitraums betrug die mittlere kumulative Glukokortikoiddosis 3,545 bzw. 5,140 mg in der Rituximab- und Mycophenolatmofetil-Gruppe.

Sechs Krankheitsschübe traten in der Rituximab-Gruppe auf, verglichen mit 44 in der Mycophenolatmofetil-Gruppe (bereinigtes Ratenverhältnis: 0,12). Die mittlere Veränderung im Dermatology Life Quality Index Score betrug -8,87 bzw. -6,00.

In der Rituximab-Gruppe hatten mehr Patienten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (22 Prozent) als in der Mycophenolat-Mofetil-Gruppe (15 Prozent).

Weitere Studien sind notwendig, um die vergleichende Wirksamkeit und Sicherheit dieser Medikamente über 52 Wochen der Behandlung hinaus zu bestimmen, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa2028564.





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