Peramivir

Rapivab (Handelsnamen: Rapivab in den USA, Alpivab in der EU) ist ein Inhibitor der Influenza-Virus-Neuraminidase, ein Enzym, das virale Partikel aus infizierten Zellen freisetzt. Neuraminidasehemmer werden häufig bei Grippe-Infektionen eingesetzt.

FDA genehmigt Rapivab zur Behandlung der Grippe-Infektion

peramivir

Chemische Strukturformel Peramivir

23.12.2014 Die US-amerikanische Food and Drug Administration genehmigt Rapivab (Wirkstoff Peramivir) für die Behandlung von Influenza-Infektionen bei Erwachsenen.

Rapivab ist der erste Neuraminidasehemmer, der zur intravenösen (IV) Verabreichung zugelassen und als Einzel IV Dosis verabreicht wird. Es wird bei Patienten ab 18 Jahren mit akuter unkomplizierter Influenza und mit Grippesymptomen, die nicht länger als zwei Tage andauerten, eingesetzt.

Wirksamkeit

Peramivirs Wirksamkeit wurde an 297 Teilnehmern mit bestätigter Grippe getestet, die randomisiert Rapivab 300 mg, Rapivab 600 mg oder ein Placebo erhielten. Insgesamt zeigten die Teilnehmer, die Rapivab 600 mg erhalten hatten, ein 21 Stunden früheres Einsetzen der Linderung der Grippesymptome im Durchschnitt als diejenigen, die ein Placebo erhielten, was anderen Arzneimitteln der gleichen Klasse entspricht. Personen unter Rapivab 600 mg zeigten auch ca. 12 Stunden früher Normaltemperatur im Vergleich zum Placebo. Unterstützende Studien bestätigen diese Ergebnisse. Allerdings konnte die Wirksamkeit bei Patienten mit einer schweren Grippe, die eine stationäre Behandlung erforderte, nicht überprüft werden.

Nebenwirkungen

Eine häufige Nebenwirkung bei mit Peramivir behandelten Teilnehmern war Durchfall. Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen sind schwere Haut- oder Überempfindlichkeitsreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Erythema multiforme.

Bei Patienten mit Influenza kann zu einem erhöhten Risiko für Halluzinationen, Delirium und abnormales Verhalten zu Beginn ihrer Erkrankung kommen und sie sollten auf Verhaltensstörungen überwacht werden. Diese Ereignisse wurden bei mit Neuraminidase-Hemmern behandelten Personen berichtet, aber es ist nicht klar, ob das Medikament die abnormen Verhaltensweisen verursacht.
© arznei-news.de – Quelle: FDA, Dez. 2014



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