Pleuramesotheliom: Atezolizumab in Kombination mit Cisplatin/Pemetrexed sicher

Neoadjuvante Behandlung mit Atezolizumab in Kombination mit Cisplatin/Pemetrexed und als Erhaltungstherapie bei resezierbarem Pleuramesotheliom genügt Sicherheitskriterien

13.09.2021 Die neoadjuvante Behandlung mit Cisplatin und Pemetrexed plus Atezolizumab, gefolgt von einer chirurgischen Resektion und einer Atezolizumab-Erhaltungstherapie, erreichte die Sicherheitskriterien. Dies geht aus auf der IASLC 2021 World Conference on Lung Cancer vorgestellten Studie hervor.

Dr. Anne Tsao vom MD Anderson Cancer Center in Houston und ihre klinischen Kollegen behandelten 24 Patienten mit epitheloider oder biphasischer Histologie, deren Erkrankung durch Pleurektomie/Dekortikation (P/D) oder extrapleurale Pneumonektomie (EPP) reseziert werden konnte, die sich einem erweiterten chirurgischen Staging mit Mediastinoskopie oder endobronchialem Ultraschall und Laparoskopie unterzogen und die keine vorherige Chemo- oder Immuntherapie erhalten hatten.

Sicherheit der Behandlung

Sicherheit wurde definiert als keine immunbedingten unerwünschten Ereignisse des Grades 4-5; durchführbar, wenn 18/24 (75%) mindestens eine Dosis der Erhaltungstherapie erhielten. Die Patienten wurden in zwei Kohorten eingeteilt: die Gruppe für die Pleurektomie/Dekortikation und die für die extrapleurale Penonektomie.

Die Patienten erhielten vier Zyklen neoadjuvantes Cisplatin und Pemetrexed plus Atezolizumab (CPA), Resektion, dann Bestrahlung (nur bei EPP), gefolgt von einer einjährigen Erhaltungstherapie mit Atezolizumab.

28 in Frage kommende Patienten wurden in die Studie aufgenommen (Nov. 2017 – Mai 2020); 25 erhielten mindestens zwei Zyklen neoadjuvantes CPA, 18 wurden operiert und 15 erhielten Atezolizumab zur Erhaltung. Das mediane Alter betrug 68,1 Jahre (31,5 – 77,3 Jahre), 20 Männer und acht Frauen.

Es gab 24 geplante Pleurektomien/Dekortikationen (P/D) und vier geplante EPP. 21 Patienten schlossen die neoadjuvante Therapie ab, aber sieben Patienten wurden nicht reseziert (2 Toxizität, 4 Fortschreiten der Erkrankung, 1 Todesfall). Der eine behandlungsbedingte Todesfall trat aufgrund einer Sepsis in Verbindung mit einem nicht immunbedingten Nieren- und Atemversagen auf.

Bei achtzehn Patienten mit stabiler Erkrankung oder partiellem Ansprechen wurde eine chirurgische Resektion durchgeführt; 17 erhielten eine P/D und 1 eine EPP. Bei einem Patienten wurde die im Protokoll vorgesehene Operation aufgrund des Fortschreitens der Erkrankung nicht durchgeführt. Postoperativ kam es bei einem Patienten zu einem tödlichen kardiovaskulären Ereignis. Sechzehn Patienten meldeten sich für eine einjährige Erhaltungstherapie mit Atezolizumab an, doch ein Patient kam wegen unzureichender hämatologischer Funktion nicht in Frage.

Bislang wurden keine behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse berichtet, die schwerer als Grad 3 waren. Drei Patienten erhalten weiterhin eine Erhaltungstherapie mit Atezolizumab.

Die neoadjuvante Behandlung mit Cisplatin und Pemetrexed plus Atezolizumab, gefolgt von einer chirurgischen Resektion und der Erhaltungstherapie mit Atezolizumab, erfüllte die Sicherheitskriterien, sagte Dr. Tsao. Sechzig Prozent der in Frage kommenden Patienten wurden auf die Atezolizumab-Erhaltungstherapie umgestellt, und weitere Untersuchungen werden die Wirksamkeit und die Langzeittoxizität bewerten.

© arznei-news.de – Quellenangabe: IASLC 2021 World Conference on Lung Cancer Denver

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